"trend": Tarbuk lacht sich Partner an

Tarbuk will den Vertrieb der Ford-Marken auslagern und eine Kapitalerhöhung mit externem Partner durchführen.

Wien (OTS) - Wie "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden
Ausgabe berichtet, werden im Wiener Traditionshandelshaus Tarbuk, das mit dem Import von Nissan, Saab und Jaguar groß geworden ist und 2001 12,3 Millionen Euro Verlust bei 372 Millionen Umsatz schrieb, nun die entscheidenden Weichen für die Zukunft gestellt: Im Rahmen von "Projekt blau", wie der firmeninterne Codenamen heißt, werden die gesunden Teile des tiefroten Autogeschäfts in eine Subholding ausgelagert. Dabei handelt es sich um den Fordimport in Kroatien, den süddeutschen Fordhändler Emminger und zwei Tarbuk-Niederlassungen in Salzburg und Wien, die die Fordmarken Jaguar und Landrover führen.

Anschließend will Tarbuk-Vorstandsvorsitzender Norbert Frömmer im Rahmen einer Kapitalerhöhung von mindestens fünf Millionen Euro einen Partner herein holen. Frömmer im "trend": "Realistischerweise wird das im Mai oder Juni sein." Dieser Partner wird aller Voraussicht nach kein Österreicher sein. Denkbar wären laut Frömmer "große englische oder amerikanische Gruppen, die nach Österreich drängen. Auch ein Finanzinvestor ist nicht auszuschließen." Offen sei noch, ob es sich um eine Mehrheitsübernahme handeln wird.

Der zweite große Schritt, den Frömmer vor hat, ist die Partnersuche für die Autobank, die lange Jahre als Vehikel für die Absatzfinanzierung der Tarbukschen Importaktivitäten die Cashcow des Unternehmens war. Frömmer: "Es gibt eine Reihe von kleineren Autobanken, die in Frage kommen. Ich denke da an eine Art Clusterbildung."
Die übrigen Aktivitäten - vor allem die Hauptverlustbringer Baumaschinen, Teile des Kfz-Einzelhandels im Inland - will Frömmer drastisch zurückfahren und teils verkaufen oder schließen, ohne dass jedoch Marktversorgung und Service für die Kunden beeinträchtigt werden.

Rechtsanwalt Hannes Pflaum, der mit seinen Stellvertretern Andreas Tarbuk und Michael Seiller Tarbuk den Vorsitz im Aufsichtsrat des Familienunternehmens führt: "Projekt Blau ist mit dem Aufsichtsrat, den Eigentümern und der Hausbank Bank Austria voll abgestimmt. Wir sind sehr zufrieden damit und halten das für die richtige Strategie."

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