"profil": Schröder erhofft sich 350.000 Besucher jährlich

Albertina-Chef will "Minoritäten-Image" seines Hauses "korrigieren"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" umreißt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder seine Ausstellungs-Projekte. "Wir können unsere grafische Sammlung nicht zu einer Dauerausstellung machen, die Werke vergehen wie im Tageslicht die Vampire. Wir müssen die großen Meister ins Zentrum rücken, aber zeitlich befristet."

Schröder will das "Minoritäten-Image" der Albertina auch durch Malerei-Ausstellungen "korrigieren": "Das Spezialpublikum ist ja verloren gegangen", so Schröder im "profil"-Interview, "der Grafikfreund ist in den vergangenen Jahrzehnten buchstäblich weggestorben. Nachgewachsen ist ein junges, kinointeressiertes Publikum, das an Buntheit und Bewegung, an Größe interessiert ist".

Bewusst begibt sich der Albertina-Direktor in Konkurrenz mit den großen Wiener Museen: "Überschneidungen gibt es tatsächlich: mit dem Kunsthistorischen Museum, der Österreichischen Galerie, dem MuMoK. Aber das ist eine Frage der Übereinkunft, der inhaltlichen Koordination."

Dass der Umbau der Albertina bis zur Eröffnung am 14. März abgeschlossen sein wird, will Schröder nicht bezweifeln. Für seine großen Ausstellungen erhofft er sich keine geringen Zahlen: "350.000 Besucher jährlich" nennt er als Wunschzahl. Es sei seine "Vision", so Schröder, "die Albertina zu einem Weltmuseum zu machen, die größte Veränderung in der Geschichte des Hauses herbeizuführen".

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