Pühringer über SP-Haider: Sein Treiben ist "pervers"

Regierungsbildung in Wien wird erste Schlacht im OÖ-Landtagswahlkampf

Linz (OTS) - Schwere Kritik am Widerstand von Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider gegen eine rot-schwarze Koalition hagelt es von Landeshauptmann Josef Pühringer: "Das Ganze ist pervers, was Kollege Haider da betreibt. Er sitzt im Trockenen, ihm kann der Regierungssessel nicht weggezogen werden. Aber den Wienern vergönnt er scheinbar das Regieren nicht. Es ist eigenartig, dass einer in Oberösterreich in einer großen Koalition sitzt und in Wien das verhindern will, wofür er in Oberösterreich steht. Er hat sich´s selbst gerichtet."
Haider hält dagegen im Rundschau-Interview: "Das ist unrichtig. Ich bin für eine große Koalition, aber nur, wenn das Programm stimmt. Pühringer hat den Anspruch verloren, an staatspolitische Verantwortung zu appellieren. Er war einer der Verhandler der schwarz-blauen Koalition, daher hat er jede moralische Berechtigung, dass er andere an irgendwas erinnert, verloren." Die schwarz-blaue Politik werde weiter geführt. Dass Schwarz-Blau rot eingefärbt werde, dafür stehe er nicht zur Verfügung. "Pühringers Schwäche ist, dass er immer ein Handlanger der Bundes-ÖVP ist."

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