EU Agrarreform hat keinen Biss

VIER PFOTEN: Heiße Eisen im Konsumentenschutz- und Nutztierbereich werden nicht angegriffen

Wien (OTS) - Der von EU-Kommissar Fischler geplanten
EU-Agrarreform begegnet VIER PFOTEN - Mitarbeiter Michael Buchner mit Skepsis. "Die Reformen für die Bereiche Landwirtschaft und Strukturreformen gehen prinzipiell in die richtige Richtung. Der äußere Rahmen stimmt. Aber im konkreten Bereich, wo es um die Verbesserungen für den einzelnen Konsumenten und das einzelne Tier geht, bleibt alles beim Alten. Genau hier verliert die EU-Agrarreform an Biss".

Die Ausgleichszahlungen an die Landwirte unter anderem an die Einhaltung von Mindestkriterien im Tierschutz zu binden ist ein richtiger Ansatz, sollte aber eine Selbstverständlichkeit und kein Förderkriterium sein. Im Zuge der Reform und der Erstellung des "Cross Compliance Modells" hätten weitere "heiße Eisen" im Nutztierbereich aufgegriffen werden können, statt nur Verstöße gegen ohnehin bereits geltendes Recht zu sanktionieren.

"Was wir brauchen sind tiergerechte Haltungskriterien und eine "gläserne Produktion". Um künftig Lebensmittelskandale wie BSE oder den Schweinemast-Skandal zu vermeiden, haben umwelt- und tiergerechte Produktionsweisen sowie effiziente Kontrollsysteme im Sinne der "gläsernen Produktion" oberste Priorität" fordert Buchner.

Eine Fortführung der derzeitigen Situation, in der einige wenige Großbauern mit bis zu 300.000 Euro pro Jahr gefördert werden, ist nicht erstrebenswert. Das geht auch weiterhin auf Kosten der Steuerzahler in der EU und der Tiere, die teils unter unwürdigen Bedingungen gehalten dahin vegetieren.

Positiv beurteilt VIER PFOTEN Nutztierreferent Buchner die Tatsache, dass die Beihilfen für die Bauern künftig nicht mehr von der Produktionsmenge abhängig gemacht werden sollen. Die Produktion wird sich vielmehr an den Bedürfnissen des Marktes und der Konsumenten orientieren. Damit wären die "Buttergletscher, Fleischberge und Milchseen" dann endlich Geschichte.

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