Für den ÖAMTC sind Überlegungen in Richtung Pkw-Maut indiskutabel

Klare Absage des Clubs gegen zusätzliche Mehrbelastung für Kraftfahrer

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Der ÖAMTC lehnt alle Überlegungen zu einer Einführung einer kilometerabhängigen Pkw-Maut kategorisch ab"; hält Elisabeth Brugger-Brandau den Vorstellungen von ASFINAGVorstandsdirektor Franz Lückler entgegen. Nach Ansicht der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin wäre die Pkw-Maut eine extreme und zudem ungerechte Zusatzbelastung. Einen Alleingang Österreichs in Europa hält der Club außerdem im Sinn einer gesamteuropäischen Verkehrspolitik für kontraproduktiv.

Einem massiven Mehraufwand für die Kraftfahrer erteilt der ÖAMTC somit eine Absage. "Ein solcher kann nur durch Reduktion der bestehenden Kraftfahrzeugabgaben wie Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, Normverbrauchsabgabe oder Autobahnmaut fair ausgeglichen werden", erläutert Brugger-Brandau. Schon bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 13.500 km pro Jahr würden jährlich 390 Euro Mehrkosten anfallen. Ein Pendler, der in seinem Pkw jährlich 30.000 km zurücklegt, müsste sogar 1.380 Euro zusätzlich zahlen, rechnet die ÖAMTC-Expertin.

In keiner Relation zu den erhofften Einnahmen sieht der ÖAMTC den hohen finanziellen Aufwand für die technische Ausstattung von Fahrzeugen und der Straßen. "Ganz zu schweigen von dem großen administrativen Aufwand und den notwendigen sozialen Entlastungen -zum Beispiel für Pendler oder behinderte Menschen, die auf das Auto angewiesen sind. Damit stellt sich die Wirtschaftlichkeit des Systems selbst in Frage", sagt Brugger-Brandau abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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