Schüssel: Kurzfristige oberflächliche Reformen nicht zielführend

Kanzler warnt bei Rudolf Sallinger-Preisverleihung davor, "die Hände in den Schoß zu legen"

Wien (OTS) - Zum 24. mal wurden heute, Freitag, die Rudolf Sallinger-Preise verliehen. Ausgezeichnet wurden 15 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deren Dissertationen und Diplomarbeiten sich dem Thema Klein- und Mittelbetriebe annehmen. In seinem Begrüßungsreferat im forum mozartplatz strich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, als Kuratoriumsvorsitzender des Rudolf Sallinger-Fonds, die besondere Bedeutung des unternehmerischen Mittelstandes hervor. Schüssel betonte dabei auch die Notwendigkeit von tiefgehenden Reformen für Österreich. ****

"Reform kann nicht heißen, einige kosmetische, nach außen sichtbare Änderungen anzubringen, die am Kern der bestehenden Probleme vorbeigehen. Reform ist dann nicht zielführend, wenn sie nur kurzfristig angelegt ist und längerfristige Notwendigkeiten sowie neue Aufgaben außer Acht lässt - wie etwa Umwelterfordernisse, Bildungs- und Ausbildungsaufgaben, Innovationsförderung und die völlig geänderte politische Situation in Europa", zitierte Schüssel aus einer Rede des langjährigen Wirtschaftsbund-Präsidenten Rudolf Sallinger, im Dezember 1990.

Gerade weil die Bedingungen für den Standort Österreich auf Grund der auch heuer erwarteten schwierigen Konjunktur um nichts leichter würden, "müssen wir in die Offensive gehen. Mit Reformen und der Beseitigung von Barrieren, etwa am Arbeitsmarkt", so Schüssel. Der schwerste Fehler wäre es, die Hände in den Schoß zu legen und das Konjunkturtal durchtauchen zu wollen.

"Die Lehre der Krise muss sein, mit vollem Tempo in die richtige Richtung zu ziehen", schloss Schüssel.

DER SALLINGER-FONDS

Die Idee eines Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen, "die geeignet sind, zu einem besseren Verständnis der Probleme des Mittelstandes zu führen und die Gedanken der Selbstständigkeit und des partnerschaftlichen Zusammenwirkens der Menschen zu fördern" (aus den Satzungen des Fonds) stammt vom langjährigen Wirtschaftsbund- und Wirtschaftskammerpräsidenten (1964 bis 1990) Sallinger selbst.

Gegründet wurde der Fonds 1979, insgesamt wurden seitdem über 400 junge Akademikerinnen und Akademiker mit Geldpreisen ausgezeichnet. Zu jeder Prämierung werden Preisgelder von insgesamt zumindest 11.000 Euro ausgeschüttet.

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