infra-Gewerkschaften demonstrieren Einigkeit und Stärke

Eine starke Stimme gegenüber Wirtschaft und Politik

Wien (infra/ÖGB). "Ein Ziel unserer infra - Gewerkschaften ist vor allem ein gemeinsames, noch stärkeres Auftreten gegenüber Wirtschaft und Politik. Die infra ist die starke Stimme für alle von ihr vertretenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" sagte heute Günter Weninger, Sprecher der infra, anlässlich der ersten Pressekonferenz dieser Gewerkschaftsallianz zu den JournalistInnen.++++

Hinter der neu gegründeten infra steht eine Allianz von sieben Partnergewerkschaften (Gewerkschaft der Eisenbahner, Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten, Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr, Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe, Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, persönlicher Dienst, Gewerkschaft Bau-Holz und die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten). Diese Allianz wurde, wie der Sprecher und die Vorsitzenden der Partnergewerkschaften betonten, mit dem Ziel gegründet, im Interesse aller Mitglieder noch effizienter arbeiten zu können.

Günter Weninger wies in seinen Ausführungen auf die Entstehung der infra hin: "Ständige Veränderungen in der Arbeitswelt und rauer Sozialabbau machten ein starkes Bündnis einzelner Gewerkschaften notwendig. Denn nur das ermöglicht ein noch geschlosseneres und tatkräftigeres Auftreten gegenüber unsozialen Entwicklungen."

Der infra-Sprecher zeigte sich über die bereits geleisteten Arbeiten sehr zufrieden: "Durch die infra wird es Verhandlungspartnern aus Wirtschaft und Politik nicht mehr möglich sein, zu versuchen, einzelne Teile der infra-Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen. Diese Stärke durch Einigkeit konnten wir bei Verhandlungen bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen."

Weninger skizzierte die zukünftige Zusammenarbeit wie die Bildung gewerkschaftsübergreifender Branchenteams für gemeinsame Kollektiv-Vertragsverhandlungen, für die Verbesserung des Kündigungsschutzes oder für die Stärkung des ArbeitnehmerInnenschutzes. Der Sprecher konnte auch auf das Nutzen von Synergieeffekten wie etwa die gemeinsame Nutzung von Büroräumlichkeiten hinweisen und kam dann zu einem wesentlichen Punkt. Günter Weninger: "Die Gewerkschaften der infra unterstützen den ÖGB bei seinen Aufgaben. Die Aufgaben, die der ÖGB den einzelnen Gewerkschaften zuweist, sind durch starke Gruppen noch optimaler zu erfüllen, weil ein gemeinsames Auftreten stärkt. Durch diese starke Gruppen wird auch der ÖGB gestärkt", so der Sprecher. Er führte weiter aus: "Die infra strebt vorerst eine sehr, sehr enge Kooperation an. Eine Fusion zu einem eigenen Gewerkschaftsblock ist zur Zeit nicht das Ziel der infra."

Die infra wird rund 600.000 Mitglieder betreuen und vertreten. Am Arbeitsplatz vor Ort werden MitarbeiterInnen der infra vermehrt auch Ansprechpartner für die Mitglieder der Partnergewerkschaften sein. Ein weiteres wichtiges Ziel der infra wird selbstverständlich auch sein, weitere, noch nicht organisierte ArbeitnehmerInnen anzusprechen.

Günter Weninger beendete sein Statement mit den Worten: "Das wichtigste am ersten Schritt ist nicht die Weite, sondern die Richtung. Und mit diesem Schritt, sehr eng zu kooperieren und gemeinsam Stärke gegenüber Wirtschaft und Politik zu demonstrieren, ist die richtige Richtung eingeschlagen."

(Fortsetzung)

ÖGB, 24. Jänner 2003 Nr. 033

Rückfragen & Kontakt:

infra-PR-Koordination
Hari Schörner
Tel.: (01) 534 44/414
Mobil: 0664 614 52 11

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001