FPÖ-Strache: Große Chance für den Tierschutz!

Hoher islamischer Glaubensführer erlaubt Betäubung vor Schächtung!

Wien, 24-01-2003 (fpd) - Aus Sicht des Tierschutzes ist das Schächten schwer umstritten. Dabei handelt es sich um eine rituelle Schlachtung, bei der dem Tier - ohne jegliche Betäubung - die Kehle durchgeschnitten wird. Der Islam schreibt seinen Gläubigen vor, lediglich Fleisch von geschächteten Tieren verzehren zu dürfen.

Die Wiener FPÖ macht nun einen Vorstoß, um das Schächten "humaner", nämlich tier- und menschengerechter zu machen. Der Wiener FP-Vizeobmann LAbg. Heinz-Christian Strache suchte den Dialog für eine mögliche österreichische Lösung und präsentierte nunmehr ein exklusives Schreiben eines hohen islamischen Glaubensführers.

Darin teilt der Mufti der Arabischen Republik Ägyptens, Prof. Dr. Ahmed Mohamed Al-Taieb von der Al-Azhar Universität (Ägyptisches Fatwa-Amt, Islamische Rechtssprechung) mit, daß sehr wohl eine Betäubungsmethode vor dem Schächten möglich und der Gesetzgebung durch den Koran nicht entgegenstehen würde. Damit wäre sowohl den religiösen Anforderungen (nach den Regeln des islamischen Rechts "Halal") genüge getan als auch den Tieren im Sinne des Tierschutzes geholfen. Den Stein ins Rollen brachte Dr. Moustafa Eltelby, der Obmann des Österreichisch-Ägyptischen Vereins.

Strache will nun den eingeschlagenen Dialog für eine gesetzlich einheitliche Bestimmung fortsetzen, sodaß auch in Wien und Österreich das Schächten nur noch mit vorheriger Betäubung möglich sein soll. "Man darf aber keinesfalls über die Gläubigen und deren religiöse Bestimmungen drüberfahren", so Strache. "Alle sollen sich an einen Tisch setzen um eine gemeinsame Lösung zu erreichen.

Religiöse Oberhäupter, Politiker, Tierärzte und auch Tierschützer sollen einen gemeinsamen Weg im Interesse von Tier und Mensch finden. Das neu zu schaffende bundeseinheitliche Tierschutzgesetz, zu dem ja bereits alle österreichischen Parteien vor der vergangenen Nationalratswahl 2002 ihre Zustimmung signalisiert haben, wäre eine hervorragende Möglichkeit hierfür", so Strache.

In Oberösterreich verbietet das Landestierschutzgesetz das Schächten ohne vorherige Betäubung. Wiens FP-Vizechef Strache und Dr. Eltelby wollen nun eine Ausweitung auf Wien und schlussendlich auf ganz Österreich erreichen.
Das Gutachten ist in der freiheitlichen Pressestelle als Kopie erhältlich.(Schluß) jen

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