NUREJEW UND WIEN - Ein leidenschaftliches Verhältnis

Eine Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums vom 30. Jänner bis 23. März 2003, 1010 Wien, Lobkowitzplatz 2

Wien (OTS) - Am 6. Jänner 2003 jährte sich der Todestag von Rudolf Nurejew zum zehnten Mal. Das Österreichische Theatermuseum stellt sich der Herausforderung, das Wiener Wirken des erstaunlichsten Künstlers seit dem legendären Watzlaw Nijinski in dokumentarischer Weise zu beleuchten.

Denn wesentliche Eckpfeiler seines künstlerischen Lebens begannen tatsächlich in Wien. Es war sein erster Auftritt im Westen, den der 21-jährige Tatar bei den Kommunistischen Weltjugendfestspielen (1959) in Wien absolvierte. Es war der unglaubliche Erfolg seines an der Wiener Staatsoper entworfenen "Schwanensees" mit Margot Fonteyn (1964), der ihn als Regisseur und Choreograf weltweit bekannt machte. Und es war wiederum die Staatsoper, an der Nurejews erste choreografische Uraufführung "Tancredi" (1966) herauskam. Nurejew gab seine, seit dem Absprung vom Leningrader Ballett in Paris anhaltende Staatenlosigkeit in Wien auf und wurde 1982 Österreicher. 167 Mal trat der charismatische Mann, der auch als Wiener Direktor gehandelt wurde, mit dem Ballett der Staatsoper auf. Ballettchef Gerhard Brunner eröffnete dem vom Publikum verehrten, geliebten Star neue Rollen und gewann dem umsichtigen Erneuerer der glanzvollen russischen Erbstücke weitere "Juwelen" für das Repertoire ab. Als sich die Anzeichen seiner Krankheit mehrten, setzte Nurejew - wieder in Wien - den Beginn einer weiteren Karriere, jener des
Dirigenten. In den Köpfen seines Publikums und nachfolgender Tänzer-Generationen zum Mythos geworden, steht eines fest: Rudolf Nurejew verhalf dem tanzenden Wien zu neuem Ansehen, nicht nur in der Ballettwelt. Sein Charisma und seine Leidenschaft für den Tanz sind unvergessen.

Kuratoren: Andrea Amort und Jarmila Weißenböck Ausstellungsgestaltung: Blaich + Delugan Architekten

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