Ski alpin: Pro-Tour-Nachttorlauf brachte Schladming den Weltcup zurück

ORF SPORT zeigt den Slalom am 28. Jänner ab 17.35 Uhr live in ORF 1

Wien (OTS) - Am 30. Jänner 1997 kehrte der Weltcup mit einem Nachtslalom nach Schladming zurück. Bereits von 1973 bis 1990 fanden in der steirischen Stadt regelmäßig Weltcupbewerbe statt. Danach verabschiedete sich der Weltcupzirkus allerdings aus Schladming. In den darauf folgenden Jahren standen US-Pro-Tour-Rennen auf dem Programm. Dank der Nachtslaloms der Profis dürfen sich alle Skifans seit nunmehr sechs Jahren auf einen der spektakulärsten Weltcup-Events freuen.
Jennifer Grogl von der Pressestelle des Organisationskomitees über den Beginn der Nachtbewerbe in Schladming: "Die Profiskirennen führten zu einer Diskordanz zwischen den Planaibahnen und dem Wintersportverein. Für die Planaibahnen war es ein Wahnsinn, den Zielhang und den Parkplatz tagsüber für die Rennen zu sperren. Der Profiskifahrer Bernhard Knauss hatte dann die Idee, die Rennen in der Nacht durchzuführen. Diese Nachtbewerbe waren dermaßen erfolgreich, dass Professor Schröcksnadel sich dafür aussprach, Schladming wieder in den Weltcupkalender aufzunehmen."
Bei den Profirennen wurden Scheinwerfer provisorisch auf die Schneelanzen montiert. Die Auflage des ÖSV war es deshalb, dass die Schladminger eine professionelle Flutlichtanlage errichten. Beim FIS-Kongress in Christchurch wurde es dann endlich fix: Schladming bekam 1997 einen Weltcup-Nachtslalom zugesprochen.

Mittlerweile strahlt die Flutlichtanlage durchwegs mit 1.200 Lux. "Das ist heller als mittleres Tageslicht. Die Fahrer sehen jeden Schlag, jede Unebenheit. Alles ist mit einem großen Aggregat abgesichert. Selbst wenn in ganz Schladming der Strom ausfallen würde, könnte das Rennen durchgeführt werden", so Pressechef Christian Nerat. Für die ORF-Übertragung sind 1.200 Lux optimal. "Etwa 1.000 Lux sind für eine gute Übertragung notwendig", weiß der technische Produktionsleiter des ORF, Axel Stefan. Besonders hervorzuheben sind bei der ORF-Übertragung die hohe Qualität der Superzeitlupen. Stefan: "Die Flutlichtanlagen haben Gaslampen, die in hoher Frequenz flackern, so dass es für ein menschliches Auge nicht wahrnehmbar ist. Die Zeitlupen sind aber so langsam, dass man die Schwarzphasen wahrnehmen würde. Die Zeitlupengeräte berechnen deshalb von jedem Pixel den Mittelwert. Damit entsteht wieder ein einheitliches Bild."

Der ORF SPORT überträgt den Nachtslalom in Schladming am Dienstag, dem 28. Jänner 2003, um 17.35 und 20.15 Uhr live in ORF 1. Kommentator ist Robert Seeger, Kokommentator ist Hansi Hinterseer. Präsentiert wird das Rennen von Rainer Pariasek. Die internationale Regie führt Fritz Melchert, die nationale Regie Michael Kögler. In Schladming sind 13 Kameras und rund 60 Techniker mit dabei. Unter diesen Kameras ist eine Superzeitlupe, eine Helmkamera und eine Kamera auf dem Dach der Planaibahn. Das ORF-Studio bietet einen einzigartigen Panoramablick auf die Planai. Zusätzlich hat der ORF in Schladming einen Ü-Wagen sowie Schnittmöglichkeiten.

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