GEHRER: 70 PROZENT DER STUDIERENDEN SIND IN DER REGELSTUDIENZEIT

Studienbeiträge sind keine Barriere für das Studium

Wien, 23. Jänner 2003 (ÖVP-PK) Die Studienbeiträge sind keine Barriere für das Studium. Wer in Österreich studieren will und dafür die notwendigen Voraussetzungen hat, der kann studieren. Ich bitte die Parteien in der Opposition, nicht immer wieder einen Schritt zurück zu machen, sondern gemeinsam für die Jugend Schritte in die Zukunft zu setzen. Das sagte heute, Donnerstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer als Abgeordnete der ÖVP in der Ersten Lesung zum Hochschul-Taxengesetz 1972 im Plenum des Nationalrats. ****

"Derzeit gibt es 199.526 Studierende. Im vergangenen Studienjahr haben 40.781 eine Studienförderung erhalten, insgesamt in der Höhe von 156 Millionen Euro. Jene, die eine Förderung erhalten, bekommen den Studienbeitrag rückerstattet. 70 Prozent der jetzt Studierenden sind innerhalb der Regelstudienzeit. Die Universitäten haben für die Studierenden ein gutes Angebot", so Gehrer. Die Ministerin dankte in diesem Zusammenhang den Universitäten, die "verantwortlich mit den Geldern umgehen". Von den eingezahlten Studienbeiträgen wurden bisher mehr als 109 Millionen Euro zur Verbesserung des Studien- und Lehrangebots an die Universitäten weitergeleitet.

BRAUCHEN REGIONALEN BILDUNGSMANAGER

Die grundlegenden Weichenstellungen im Bildungsbereich hätten eine klare Zielsetzung verfolgt: Mehr Autonomie und Selbstständigkeit, ein gesicherter Finanzierungsrahmen, Leistungsvereinbarungen und Qualitätssicherung. "Das haben wir in allen Bereichen konsequent umgesetzt", verwies Gehrer auf die erhöhte Kompetenz in den Ländern und Schulen. Die Ministerin ging in diesem Zusammenhang auch auf die Diskussion um die Landesschulräte ein: "Was ich sicher für die Schulen brauche, ist ein regionaler Bildungsmanager, der auch pädagogische Erfahrungen hat, und eine Schulverwaltung." Es gehe bei dieser Diskussion über die Abschaffung nicht um die Behörde, sondern um die politischen Einrichtungen.

Diese Strategie wurde auch im Universitätsbereich zielorientiert umgesetzt. Das neue Universitätsgesetz werde akzeptiert, die Universitätsratsmitglieder jetzt benannt. Bis 31. Jänner erfolge die planmäßige Umsetzung. "Unterstützen wir die Universitäten bei der zielorientierten Umsetzung und machen wir eine begleitende Evaluierung", so Gehrer.

BERICHT ZUR SOZIALEN LAGE DER STUDIERENDEN IM MÄRZ

Die Bildungsministerin kündigte zudem den alle vier Jahre erscheinenden Bericht zur sozialen Lage der Studierenden mit März 2003 an. Er werde - so wie der letzte Bericht 1999 - auch dem Parlament zur Verfügung gestellt. Der Bericht sei im Herbst beim IHS in Auftrag gegeben worden. Eine erste Auswertung komme zu dem Ergebnis, dass die Studiengebühren keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Herkunft der Studierenden haben.
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