"Konsument"-Test: Digitalkameras

Trend der neuen Kameras: Mehr Pixel, besserer Zoom - aber Bildqualität noch immer nicht optimal.

Wien (OTS) - Der Boom beim Zoom zeigt: Digital holt auf, die Weiterentwicklung bei Digitalkameras geht flott voran. Um den Trendänderungen auf der Spur zu bleiben, testet "Konsument" für die Februar-Ausgabe 26 Digitalkameras auf Qualität und Preis. Das Ergebnis ist beeindruckend: Mehr Pixel, mehr speicherbare Bilder, größerer Zoombereich, längere Akku-Lebensdauer - aber auch höhere Preise. Im Vergleich zum Vorjahres-Test kosten Digitalkameras im Schnitt um zehn Prozent mehr. Die Preis-Bandbreite der aktuellen Modelle ist allerdings enorm: von 360 bis 1.590 Euro. Das billigste "gute" Gerät im Test kommt auf 500 Euro (Fujifilm FinePixF 401), das teuerste "gute" gibt es für mehr als das Dreifache (Minolta Dimage 7 Hi). Kein einziges Modell erhielt für die Bildqualität die Note "sehr gut". In der Gesamtbeurteilung erzielen nur zehn Kandidaten die Note "gut", der Rest vom Test ist "durchschnittlich".

Die sieben zwischen 580 und 1.590 Euro teuren Superzoomkameras schneiden bei Bildqualität, Handhabung und Vielseitigkeit besser ab als die 18 preiswerteren Kameras mit 3-fach Zoom, die zwischen 360 und 990 Euro kosten. Der Nachteil des modernen Mehrfachzooms ist das höhere Gewicht. Das einzige Modell, das nicht über eine Zoomoptik verfügt, ist die Zwei-Mega-Pixelkamera "Casio Exilim EX-S2" um 390 Euro. Im "Konsument"-Test sind nur noch drei Zwei-Mega-Pixelkameras vertreten. Bei den meisten neuen Geräten ist ein Trend zu höheren Pixelleistungen erkennbar: Sie sind mittlerweile imstande zwischen drei und fünf Millionen Bildpunkte (Megapixel) aufzunehmen.

Extrem unterschiedlich ist die Anzahl der speicherbaren Bilder. Werden Fotos in der geringstmöglichen - aber noch anschaubaren -JPG-Qualität gespeichert, ist zum Beispiel bei der teursten Test-Kamera "Minolta Dimage 7 Hi" nach 65 Aufnahmen Schluss. Mehr als 400 Aufnahmen in diesem Modus erlauben die Modelle "Sony Cyber-Shot" um 1.300 Euro und "Nikon Coolpix 5700" um 1500 Euro. "Konica Digital Revio KD-400Z" bietet um 600 Euro sogar mehr als 600 Aufnahmen. Wechselt man zu bester Speicherqualität im JPG-Komprimierungsformat, wird es allerdings bei den meisten Kameras ziemlich duster: Die Zahl der speicherbaren Fotos lässt sich an den Fingern einer oder beider Hände abzählen.

Nicht mehr als ein Werbegag ist aufgrund der Kürze der Aufnahmezeit die Videofunktion: "Sony Cyber Shot" liefert mit knapp sechs Minuten den Spitzenwert, der Rest liegt überwiegend zwischen 30 und 180 Sekunden. Sind Schnappschüsse erwünscht, arbeiten Digitalkameras viel zu langsam: Die meisten benötigen mehr als fünf Sekunden, bis sie nach dem Einschalten bereit zur Aufnahme sind. Erfreulich dafür die Verbesserung der Akku-Lebensdauer im Vergleich zu den letzten Tests: 200 Aufnahmezyklen schaffen die meisten, "Sony Cyber-Shot DSC-F717" und "Fujifilm Finepix S 30" sogar mehr als 500.

"Konsument"-Tipps: Sinn machen Digitalkameras nur mit einem PC, auf dem die Fotos gespeichert und weiterverarbeitet werden. Der Speicherplatz kann zum Problem werden: Eine defekte PC-Festplatte kann den Verlust des Fotoarchivs bedeuten, wenn die Bilder nicht auf einem anderen Datenträger gesichert wurden. Mit den auslaufenden Zwei-Megapixel-Kameras können Einsteiger mit normalen Ansprüchen Kosten sparen, denn die Preise der digitalen liegen nach wie vor deutlich über denen vergleichbarer herkömmlicher Kompaktkameras.

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