"Rabenhof - Wo sind die Fliesen?"

Betrifft: Kurier/Chronik/S9, 22. Jänner 03 "Theater um Rabenhof: Wo sind die Fliesen?"

Wien (OTS) - Fliesen oder nicht Fliesen, das ist hier die Frage?
Der Rabenhof lädt anlässlich seiner Pressekonferenz zur großen Fliesenbesichtigungstour 03 ins Rabenhof-Theater, Do. 23. Januar 10.30 (Eintritt Frei).

Bezugnehmend auf einen Artikel vom 22.1.03 im Kurier erlaubt sich die Direktion des Rabenhof-Theaters festzuhalten, dass die denkmalgeschützten Fliesen weder abgeschlagen noch entfernt wurden und auch nicht vom Theater in der Josefstadt bei der Theaterübergabe an Karl Welunschek gestohlen wurden, sondern selbstverständlich unbeschädigt an dem zugewiesenen Platz kleben. Allerdings wurden die Fliesen im Rahmen der Neueröffnung des Hauses mit Januar 02 aus künstlerisch-dekorativen und denkmalschützerischen substanzerhaltenden Gründen teilweise verkleidet, sodass diese in bestimmten Bereichen des Hauses derzeit nicht zu sehen sind.

Bühnenbildnerisch-dekorative Interessen deshalb, da das Rabenhof-Theater einem seiner Spielplanausrichtung und seinem Publikum adäquaten Raum schaffen will und muss. Denkmalschützerische Gründe deshalb, da es durch den Repertoire-Spielbetrieb des Hauses zu ständigen theaterbedingten Umbauarbeiten im Hause kommt und es dadurch zur Beschädigung der Fliesen kommen könnte, die Verkleidung der Fliesen erfüllt also eine Schutzfunktion. Im übrigen ist die Leitung des Rabenhofs selbstverständlich im Gespräch mit den für Denkmalschutz zuständigen Behörden.

Lebendiges Theater lebt immer im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Erwartung und künstlerischem Anspruch, und dieser Anspruch schlägt sich selbstverständlich auch in der Foyergestaltung nieder. Vor allem das Rabenhof-Theater ist durchaus an einem öffentlichen Diskurs interessiert, steht allerdings für parteipolitische Interessen unter dem Deckmantel von Denkmalschutzinteressen nicht zu Verfügung.

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Benno Döller
Pressebtreuung Rabenhof
benno.doeller@cid.at

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