"Ökonomische Impulse durch ökologische Förderung"

Weiterer Impulstag der NÖ Wohnbauforschung

St.Pölten (NLK) - Dem Thema "Ökonomische Impulse durch ökologische Förderung" war heute der 5. Impulstag der NÖ Wohnbauforschung gewidmet, zu dem die NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie, wieder ins NÖ Landhaus geladen hatte. Zum Auftakt formulierte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop die Ziele und Aufgaben der ökologischen Wohnbauförderung in Niederösterreich. Großes Potenzial sieht Prokop vor allem bei der Sanierung von Altbauten. "Rund 15 Prozent aller in Niederösterreich vorhandenen Wohneinheiten (ca. 85.000) sind im Zeitraum zwischen 1961 und 1970 errichtet worden." Eine ökologische und energiesparende Sanierung dieser Häuser bedeute neben der Reduktion der CO2-Emissionen vor allem auch geringere Heizkosten und eine verbesserte Wohnqualität. Darüber hinaus sorge die Althaussanierung für enorme Impulse in der Bauwirtschaft, davon profitieren insbesondere Klein- und Mittelbetriebe in den Regionen. Im Vorjahr wurden in Niederösterreich über 24.000 Wohneinheiten gefördert und damit ein Investitionsvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro ausgelöst. Prokop: "Damit konnten rund 30.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen werden." Bei allen Maßnahmen rund um den Wohnbau sowie bei der Ökologisierung der Wohnbauförderung in Niederösterreich liefere die NÖ Wohnbauforschung wichtige Informationen und Erkenntnisse, um Fehlentwicklungen zu vermeiden. "Diese wissenschaftlichen Begleitung ist enorm wichtig", so Prokop.

"Kein anderer Wirtschaftsbereich sorgt für so hohe Beschäftigungs-und Wertschöpfungseffekte wie der Wohnbau", ist Dr. Margarete Czerny vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung überzeugt. In Niederösterreich, das im Gegensatz zu anderen Bundesländern nach wie vor Zuwachsraten verzeichne, entfalle bereits 35 Prozent der gesamten Bauproduktion auf den Wohnbau. Im Neubaubereich wurden im Vorjahr österreichweit 35.000 Wohneinheiten geschaffen, allein auf Niederösterreich entfallen dabei über 10.000. Im Bereich der Sanierung liege Niederösterreich bereits an zweiter Stelle aller Bundesländer. Und auch Czerny attestierte Niederösterreich ein enormes Potenzial im Bereich der Althaussanierung, wobei es das meiste Energieeinsparungspotenzial bei den Ein- und Zwei-Familienhäusern gebe. Unbestritten ist für Czerny, dass die ökologische Wohnbauförderung Investitionen stimuliert, das Umweltbewusstsein stärkt, technologische Entwicklungen forciert und die Energiekosten reduziert. Als weitere Vorteile nannte sie die Stärkung der Kaufkraft der Region, die Erhöhung des Know-how-Transfers und der Qualifikation sowie die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachkräfte.

Im Anschluss an die beiden Referate stand eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, an der neben Czerny auch weitere Experten aus den verschiedensten Bereichen teilnahmen.

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