Glotz hält im stern Fischer-Wechsel nach Brüssel für "plausibel"

Europäischer Außenminister "geradezu maßgeschneidert"

Hamburg (OTS) - Der SPD-Politiker Peter Glotz hält einen Wechsel von Bundesaußenminister Joschka Fischer in ein europäisches Spitzenamt für eine "plausible Hypothese". Glotz, der als Vertreter der Bundesregierung Fischers Vorgänger im EU-Verfassungskonvent war, schreibt in der neuen Ausgabe des Hamburger Magazins stern, Fischer verfüge bei den EU-Staaten über großes Prestige, und viele Beitrittsländer setzten auf ihn. Er habe zudem seit langem "ein Konzept für Europa, das er zu einer Föderation der Nationalstaaten machen" wolle.

Die Fixierung von Fischers denkbaren Wünschen auf die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi im Jahre 2004 hält Glotz jedoch für "ein bisschen plump". Der Konvent dürfte die Aufgaben des Außenkommissars, derzeit bekleidet von dem Briten Chris Patten, und des Hohen Repräsentanten des Europäischen Rats für Außenpolitik, derzeit der Spanier Javier Solana, unter einem "Doppelhut" zusammenfassen, schrieb Glotz weiter. "Dieser Job wäre für Fischer geradezu maßgeschneidert."

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