Schierhuber: Positive Vorschläge der Kommission zur ländlichen Entwicklung

Fördermöglichkeiten für Energiepflanzen positiv, Vorschläge zur Flächenstilllegung diskutabel

Brüssel/Wien, 22. Januar 2003 (ÖVP-PK) "Die Vorschläge der Kommission zur ländlichen Entwicklung entsprechen zum größten Teil den Vorstellungen und Forderungen Österreichs. Mit diesen Maßnahmen kann es gelingen, die sogenannte zweite Säule der gemeinsamen Agrarpolitik weiterzuentwickeln und zu stärken", sagte heute, Mittwoch, die österreichische Bauernvertreterin Agnes Schierhuber in Brüssel. Obwohl sie die Vorschläge der Kommission grundsätzlich begrüßte, forderte Schierhuber dennoch die Kommission auf, einzelne Teilaspekte zu präzisieren. "Vor allem geht es mir um eine höhere Flexibilität in der Förderintensität im Bereich der investitiven Maßnahmen. Nur so können wir den spezifischen regionalen und sektoralen Problemen effizient begegnen", betonte Schierhuber. ****

Zufrieden zeigte sich die ÖVP-Europaparlamentarierin, dass die Kommission offenbar die österreichischen Einwände zu den neuen Stilllegungsregeln berücksichtigt habe. "Ich bin nur nach wie vor nicht ganz davon überzeugt, ob wir wirklich neue Regeln brauchen. Ich glaube, dass die Markt-, Umwelt- und Klimaziele mit den bisherig geltenden Flächenstilllegungsregeln in Verbindung mit der Möglichkeit des Anbaus von Energiepflanzen auf diesen Flächen ebenso gut, wenn nicht sogar besser erreicht werden können", so Schierhuber, die sich seit Jahren erfolgreich für verstärkte Anbaumöglichkeiten von Energiepflanzen einsetzt.

In diesem Sinne bewertet Schierhuber auch die neuen Förderungsregeln für den Energiepflanzenanbau als grundsätzlich positiv. "Auch hier aber mein Gegenargument: Wir sollten diese neuen Förderregeln auf der bisherigen Stilllegungsregelung aufbauen. So könnten wir tatsächlich und effektiv Fortschritte in der globalen Umwelt- und Klimapolitik durch die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien erzielen", betont die ÖVP-Europaabgeordnete abschließend.

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