Accent on the Future für Österreichs Wirtschaft

Zukunftsstudie von Accenture und Horx sieht Entwicklungspotenziale in neuen Nischen und mit neuen Organisationsformen

Wien (OTS) - In fünf großen Themenblöcken geht die große Zukunftsstudie "Accent on the Future", die vom internationalen Management- und Technologiedienstleister Accenture gemeinsam mit Zukunftsforscher Matthias Horx im letzten Halbjahr erstellt wurde, den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in den nächsten Jahren auf den Grund und zeigt dabei Chancen, aber auch Herausforderungen für die österreichischen Unternehmen auf.

Mehr denn je gilt es in Zukunft, sich an den Bedürfnissen eines immer selbstbewusster agierenden Konsumenten zu orientieren Bedürfnisse, die durch zunehmend extreme Ausprägungen gekennzeichnet und damit auch der Maßstab für erfolgreiche Innovationen in der Zukunft sind. Um diesen höchst heterogenen Interessen des Marktes zu entsprechen, wird es grundlegender Reformen in der Organisationsstruktur der Unternehmen bedürfen gesteigerte Flexibilität und Vernetzung sind das Gebot der Stunde. Auch in den Strategien wird ein Umdenken unerlässlich sein hier ist Kooperation statt Konfrontation angesagt, ein Rezept, dass auch in der täglichen Praxis von Accenture bereits erfolgreich umgesetzt wird. Dieser Umdenkprozess wird sich auch in Hinblick auf die Mitarbeiter fortsetzen, denn mehr als bisher wird es in Zukunft darum gehen, die qualifizierten Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, Entwicklungspotenziale zu fördern und Wissen aufzubauen bzw. optimal zu nutzen.

Der gezielte Einsatz von technologischen Applikationen wird dabei zunehmend zum unerlässlichen Hilfsmittel, das sowohl die Vermittlung und optimale Nutzung von Wissen als auch die entsprechende Vernetzung von Organisationen ermöglicht und überdies vermehrt als Innovationstreiber verstanden werden muss. Als Schlüsselmarkt der Zukunft identifiziert die Studie den Gesundheitssektor, der sich zum "Shootingstar" der kommenden Ökonomie entwickeln wird.

Die Studienthemen im Einzelnen:

Konsument mehr denn je marktbestimmend

Die veränderten Arbeits- und Lebenssituationen, aber auch demographische Veränderungen in der Bevölkerung führen dazu, dass die Konsumenten immer informierter und selbstbewusster und ihre Bedürfnisse dadurch spezifischer werden. Damit kommt es zur Polarisierung der Märkte und zur Aufspaltung des
Konsumverhaltens: "Kaufverweigerung und Preisbetonung stehen der Suche nach außergewöhnlichen Status- und Sinnprodukten gegenüber, die qualitative und preisliche Mitte stirbt, dagegen wachsen die Peripherien Diskont und Luxus überproportional", analysiert Matthias Horx. Besonderes Augenmerk widmet die Studie der Zeit-/Geldachse, und damit gleichzeitig der Frage nach dem Share of Wallet, also wofür der Konsument sein Geld auszugeben bereit ist. Konzepte, die entweder den Bestpreis anstreben oder aber besonderen Luxus versprechen, werden demgemäß ebenso punkten wie hochprofessionelle Dienstleistungen für zeitknappe Konsumenten. "Angesichts dieser Prognosen ist zunehmende Flexibilisierung der Unternehmen angesagt, um auf diese diffizilen Konsumentenbedürfnisse eingehen zu können!", so Wolfgang Gattermeyer, Country Managing Director von Accenture in Österreich, und verweist auf vielfach brachliegende Optimierungspotenziale im Customer-Relationship-Management. Ebenso gelte es für die Unternehmen jetzt mehr denn je, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, um die erforderliche Innovationsbereitschaft für Produkte und Services aufzubringen und entwickelte Ideen auch umsetzen zu können.

Zukunftsmarkt Gesundheit und Wellness

Enormes Potenzial weist die Studie dem Sektor Gesundheit aus, die Horx als "den in Hinkunft dominierenden Wert für das Individuum und auch für die Gesellschaft als Ganzes" einschätzt. Rund um einen erweiterten Gesundheitsbegriff entwickeln sich neu expandierende Märkte und Produktwelten. Hier erwachsen auch und vor allem für Österreich ungezählte Potenziale: neben dem Forschungs- und Entwicklungsbereich vor allem im Wellness-Tourismus-Segment ebenso wie im gesundheitsbezogenen Nahrungsmittelbereich. Diese Entwicklung macht auch vor dem Bereich der staatlichen Gesundheitsversorgung nicht Halt und wird in den nächsten Jahren einen umfassenden Sanierungsprozess nach sich ziehen. Danach werden hier nur mehr die Grundbedürfnisse abgedeckt werden, wohingegen die Eigenverantwortung des Patienten sowohl für Finanzierung als auch Vorsorge und gesundheitsbewusstes Leben zunehmend in den Vordergrund tritt. "Dies führt", so Gattermeyer, "zu einem kompletten Wandel im Krankenhaussektor, wo bereits mit sehr konkreten Beispielen wie z. B. der Restrukturierung einer Krankenhausgruppe in Hamburg zu belegen ist, dass allein durch professionelles Management, Vernetzung und Spezialisierung Effizienzsteigerungen von 25 % zu erzielen sind."

Flexible Organisationsstrukturen das Gebot der Stunde

Um diesem umfassenden Wandel in der Konsumwelt zu entsprechen und rasch auf Marktänderungen reagieren zu können, sind flexiblere Organisationsstrukturen die unabdingbare Voraussetzung. Demgemäß gibt Horx anstelle der großen Riesen jenen "lokalisierten Unternehmen die größten Chancen, deren Organisationsform eine Anpassung der Produkte und Strategien an regionale Unterschiede ermöglicht". Auch aus Effizienzgründen sind "Vernetzung" und "Konzentration auf Kernkompetenzen" der Schlüssel zu zukünftigem unternehmerischen Erfolg. Anstelle des alten Konkurrenzdenkens müssten verstärkt innovative Organisationsformen treten, die mehr auf Kooperationen und Win-Win-Situationen zwischen diversifizierten Marktteilnehmern führen. "Outsourcing, Netsourcing, Allianzen und Joint Ventures werden zur Bedingung, um in Zukunft reüssieren zu können", ist auch Gattermeyer dieser Ansicht und verweist auf eine Fülle an Beispielen aus der täglichen Arbeitspraxis von Accenture, wo vormalige Konkurrenten in nicht strategischen Bereichen kosteneffizient zusammenarbeiten so z. B. bei einer Allianz der großen Erdölproduzenten in der Nordsee, die schon heute ihre gesamte Finanzverwaltung über eine zentrale von Accenture etablierte Stelle abwickeln und so ihre Kosten in diesem Segment um 50 % senken konnten.

Der balancierte Mitarbeiter

Angesichts dieser immer komplexeren Organisationsformen wird der Mitarbeiter und sein Wissen zu einer Schlüsselressource im Unternehmen. Sei es seine Kenntnis der konkreten Kundenbedürfnisse, seine fachliche Qualifikation, die für die Qualitätssicherung maßgeblich ist, sei es sein Bedarf an laufender Weiterbildung, um Produkte und Leistungen optimieren zu können oder aber letztlich auch die innovative, kreative Komponente, mit der all dieses Wissen zum Einsatz gelangt. Angesichts dieses im Mitarbeiter verankerten Know-hows nimmt in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit der Kampf um die qualifizierten Arbeitskräfte dramatisch zu. "Die Frage des nachhaltigen Humankapitals rückt endgültig ins Zentrum des Wertschöpfungsprozesses", so Horx und sieht Innovation, Wissen und Beweglichkeit des geistigen Kapitals in den unruhigen, globalen Märkten der Zukunft als die entscheidenden Assets. "In diesem Zusammenhang haben wir bei uns intern, aber auch bei vielen Kunden, mit der Förderung flexibler Arbeitsverhältnisse und der Realisierung von Work-Life-Balance-Konzepten die besten Erfahrungen gemacht!", berichtet Gattermeyer und streicht überdies die Bedeutung von unternehmensspezifischen Lösungen in Sachen "Wissensmanagement" heraus, wobei hier die entsprechende Technologie eine wesentliche Voraussetzung darstelle sei es beim Aufbau oder bei der Vernetzung des Wissens.

Smart Communications als conditio sine qua non

Ein selbstbewusster Konsument, vermehrte Vernetzung und optimiertes Wissen als wesentliche Ressource eines Unternehmens:
Diese Parameter verlangen nach Kommunikationsmodulen, die eine Integration von Konsumenten, Mitarbeitern und Organisationsstruktur ermöglichen. Dies verhilft so Horx dem e-commerce in einzelnen Sektoren in den nächsten Jahren zu hochprofitablen Anwendungen. Bei IT und Kommunikationsanwendungen werde es in Hinkunft vor allem darum gehen, bedürfnisgerechtere Applikationen zu entwickeln und den Humanfaktor in primär technologieorientierten Projekten zu beachten und zu nutzen. Ein Aspekt, der ebenso beim Einsatz von e-learning und Intranet einen wichtigen Stellenwert einnimmt. "Letztlich", resümiert Gattermeyer, "müssen aber alle so genannten "smart gadgets" sinnvolle Hilfestellungen leisten, Dienste, die dem Menschen das Leben erleichtern." So z. B. ein "medicine cabinet", das den Patienten erinnert, seine Allergie-Medikamente einzunehmen, wenn der Pollenflug im roten Bereich ist oder ein Modul, das es "Internet-Shoppern" ermöglicht, Kleidungsstücke nach ihren persönlichen Maßen virtuell vor dem Kauf anzuprobieren. Zukunftsvisionen? Nein, Anwendungen, die in den internationalen "Technology Labs" von Accenture für Kunden entwickelt wurden und heute bereits im Einsatz sind.

Die Studie "Accent on the Future" kann als PDF von der Accenture-Homepage unter www.accenture.at heruntergeladen werden.

Kurzprofil Accenture

Accenture ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management und Technologie. Mit seinem Unternehmensnetzwerk, das die Beratungs- und Outsourcing-Expertise des Unternehmens durch strategische Allianzen, Beteiligungen und andere Leistungsbereiche erweitert, liefert Accenture innovative Lösungen, mit denen Kunden aller Branchen ihre Visionen schnell und erfolgreich umsetzen können. Mit über 75.000 Mitarbeitern in 47 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August
2002) einen Nettoumsatz von 11,57 Milliarden US-Dollar.

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