Dichand jr. in NEWS: "Trete Krone-Chef-Job gegen jeden Widerstand an"

Christoph Dichand nimmt in NEWS erstmals zum WAZ-Konflikt Stellung: " WAZ bekämpft mich, weil ich Druck widerstehen kann" - WAZ warnt Dichand jr. in Brief vor Haftungsklagen

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende neue Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS nimmt der designierte neue Chefredakteur der "Kronen-Zeitung" erstmals seit Ausbruch des neuen "Krone-Kriegs" öffentlich dazu Stellung. Der 37jährige Neo-Chef der "Krone" sagt wörtlich in NEWS:

Zum Chefwechsel in der "Krone":"Ich werde die Funktion des Chefredakteurs am 1. Februar gegen jeden Widerstand antreten. Die Bestellung ist erfolgt und ich habe die volle Unterstützung meiner gesamten Redaktion."

Zum Konflikt mit Krone-Hälfteigentümer & WAZ-Chef Schumann:
"Was ich allen anderen voraus habe, ist die Unabhängigkeit. Ich habe die Stärke zu dieser Unabhängigkeit, weil ich für den Hälfteanteil meiner Familie an der "Krone" stehe. Darum kann ich den Druck aus Deutschland widerstehen. Das ist auch der Grund, warum die WAZ mich bekämpft. Sie kennen mich aus den Gesellschaftersitzungen und wissen, dass ich eine eigene Meinung habe, die ich auch konsequent durchsetze."

Zur künftigen politischen Ausrichtung der "Krone" unter seiner Führung:
"Ich stehe in der Tradition meines Vaters und damit für die Unabhängigkeit der Redaktion der "Kronen Zeitung". Dies ist nicht nur politisch gemeint, sondern bedeutet auch unabhängig von deutschem Konzerndenken."

Zur künftigen Blattlinie generell: "Die grundlegende Richtung der "Kronen Zeitung" war immer die Summe der Meinungen ihrer Redakteure. Daran wird sich sicherlich nichts ändern."

NEWS veröffentlich zudem auch einen Ende vergangener Woche von WAZ-Chef Erich Schumann unterzeichnetes Schreiben an Chrstoph Dichand, in dem dieser Dichand junior ausdrücklich das Recht abspricht den Krone-Chefjob anzutreten und mit allfälligen Rechtsfolgen wie Haftungsklagen warnt.

Wörtlich heißt es in dem von Erich Schumann unterzeichneten Brief:

"Sehr geehrter Herr Dr. Dichand ! Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass die von Ihrem Vater ausgesprochene Berufung zum Chefredakteur rechtsunwirksam ist. Sie haben nicht das Recht, diese Tätigkeit anzutreten, die Aufgabe wahrzunehmen, sich als Chefredakteur zu bezeichnen oder Entscheidungen als Chefredakteur zu treffen. Nicht nur Ihr Vater ist in der Verantwortung für seine rechtsfehlerhafte Entscheidung, sondern Sie wären es auch, wenn Sie ihr Folge leisteten. Mit freundlichen Grüßen, Erich Schumann."

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