FPÖ fordert Genehmigungskriterien für Handymasten

Wien (OTS) - Die Festschreibung von Genehmigungskriterien für Handymasten in der Wiener Bauordnung sowie eine Obergrenze der Strahlungsintensität von fünf Milliwatt pro Quadratmeter bei Wohnbauten forderten Mittwoch Klubobmann Mag. Hilmar Kabas und Stadtrat a.D. Walter Prinz in einem Pressegespräch der Wiener FPÖ. Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung sollten ernst genommen werden, auch wenn eine gesundheitliche Gefährdung durch Strahlenbelastung von Handymasten noch nicht ausdrücklich erwiesen sei. Es gebe eben auch Expertenmeinungen, die sehr wohl von Gesundheitsschädigungen in diesem Zusammenhang sprechen. Schließlich habe auch der Wiener Wohnbaustadtrat eine freiwillige Obergrenzenvereinbarung für Gemeindebauten betreffend die Strahlenbelastung durch Handymasten erwirkt, die aber, so Kabas und Prinz, nicht kontrolliert werde.

Die FPÖ habe ein Gutachten beim ARCS (Austrian Research Center Seibersdorf) über die Strahlungsintensität von Handymasten in Auftrag gegeben. Dieser Untersuchung zufolge liege diese bei 3,2 Milliwatt pro Quadratmeter, ohne dass es zu einer Beeinträchtigung des Funktelefonverkehrs komme. Auch Messungen in Salzburg und Linz hätten ähnliche Werte bei klaglosem Betrieb erbracht. Die derzeitige freiwillige Obergrenze liege bei 10 Milliwatt pro Quadratmeter, wobei von den Betreibern argumentiert werde, dass bei einem Unterschreiten dieser Obergrenze der Betrieb nicht mehr in vollem Umfang aufrecht erhalten werden könne, berichteten Kabas und Prinz. Da tatsächlich wesentlich niedrigere Strahlungswerte bei Vollbetrieb erreicht werden, dürfte einer einvernehmlichen Lösung für ein Genehmigungsverfahren wenig im Wege stehen, hoffen die FPÖ-Politiker.

Kabas zu Sondierungsgesprächen

Das Ja der SPÖ zu Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP komme nicht überraschend, kommentierte Kabas in der Pressekonferenz den jüngsten Beschluss der Sozialdemokraten im Zusammenhang mit den Parteiengesprächen über eine mögliche Regierungsbildung. Eine große Koalition berge jedoch das Risiko des Stillstandes und des Reformstaus in sich. Die FPÖ sei zur weiteren Reformarbeit in der Regierung bereit, werde aber auch in der Opposition ihre Aufgabe erfüllen und aus dieser Position heraus Reforminitiativen setzen.

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