Fischer fordert verstärkte Bemühungen gegen Irak-Krieg

Wien (SK) Die Bemühungen um die Vermeidung eines Irak-Krieges sollten in den nächsten Tagen und Wochen eindeutig verstärkt werden, sagte der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer am Mittwoch nach einer Sitzung der Außenpolitischen Koordinierung der SPÖ. "Saddam Hussein ist ein skrupelloser und gefährlicher Diktator, der weltweit isoliert werden muss und dem durch die Waffeninspektionen der Vereinten Nationen die Möglichkeit genommen werden muss, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln. Aber so lange andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um dieses Ziel zu erreichen und so lange insbesondere die Waffeninspektoren der UNO ihre Arbeit nicht in aller Gründlichkeit durchgeführt und beendet haben, sind andere Schritte kontraproduktiv. Ein Militärschlag würde nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen die Zahl sämtlicher Opfer des palästinensisch-israelischen Konfliktes unter der Zivilbevölkerung seit 1948 in wenigen Wochen um ein Vielfaches übersteigen, und er würde nicht nur das Verhältnis zwischen der westlichen Welt und den arabischen Staaten belasten sondern zweifellos der Idee des Terrorismus weiteren politischen und emotionalen Auftrieb geben". ****

Nicht zuletzt gelte es, in verstärktem Maße darauf hinzuarbeiten, auch die schwierigsten Probleme auf politischem Wege zu lösen und von der Philosophie wegzukommen, dass Militäraktionen als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln betrachtet werden. "Hier darf es keine Rückschritte geben, sondern wir müssen uns gemeinsam um Fortschritte bemühen und daher auch die Vereinten Nationen stärken", sagte Fischer.

Die Beratungen der europäischen und internationalen Sozialdemokratie am vergangenen Wochenende hätten erfreulicherweise gezeigt, dass nicht nur die katholische Kirche in dieser Beziehung als moralische Autorität eine klare Sprache spricht, sondern dass auch die Sozialdemokratische Familie weltweit für eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes eintritt, so Fischer abschließend. (Schluss) se/mm

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