Grüne/Gerettetes "Wien ist andersrum"-Festival begrüßenswert

Wien (Grüne) - Ringler: Absage 2003 trotzdem kulturpolitischer Humbug

Die Nachricht, dass der Weiterbestand von "Wien ist
andersrum, Das Festival der Verlockungen vom anderen Ufer" unter der Leitung von Hannes Sulzenbacher gesichert ist, freut Marie Ringler, Kultursprecherin der Wiener Grünen. "Die prekäre finanzielle Lage des Festivals ist ja schon lange bekannt. Dass eine Lösung gefunden wurde, wie mit den ‚Altlasten' früherer Jahre unter der damaligen Festivalleitung von Jochen Herdieckerhoff umzugehen sei ist gut und wichtig, doch viel zu spät. Denn eine Metropole der Vielfalt wie Wien braucht eine lebendige Queer-Kultur."

Dass Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Weiterfinanzierung garantiert, aber gleichzeitig empfiehlt das Festival 2003 nicht stattfinden zu lassen, bezeichnet Ringler als "kulturpolitischen Humbug". Ringler weiter: "Denn Kontinuität, Weiterentwicklung und die Wünsche eines großen - nicht nur aus Lesben, Schwulen und TransGenders bestehenden - Publikums ist für ein Festival essentiell. Zudem kann eine Lösung eines Problems doch nicht darin liegen, diese in das nächste Jahr zu verschieben. Denn dann ist jede Maßnahme zu spät, und eine seriöse Planung eines Festivals unmöglich."

Die Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen, Stadträtin Maria Vassilakou, ergänzt: "Die Diskussion und die Auseinandersetzung mit Themen und Anliegen der Lesben, Schwulen und TransGenders dieser Stadt darf nie ab- oder unterbrochen werden. Kultur ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil. Daher bedaure ich die Entscheidung, ‚Wien ist andersrum' 2003 nicht stattfinden zu lassen und appelliere an Stadtrat Mailath-Pokorny das Festival dann zumindest ab 2004 ausreichend und großzügiger zu finanzieren. Immerhin hat die SPÖ im Wahlkampf zur Gemeinderatswahl 2001 in ihrem Programm 100 Projekte für Wien festgehalten, dass ‚Homosexuellenvereine und deren Projekte bei der Erfüllung ihrer für die Gesellschaft wichtigen Arbeit finanziell unterstützt werden sollen, nicht nur im Bereich der Beratung, Betreuung, Hilfestellung, sondern auch im Bereich der Kunst und Kultur, der positiven Darstellung gleichgeschlechtlich liebender Menschen ("Regenbogenparade"), um für mehr Toleranz und Akzeptanz zu werben.' "

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