Scheele: EU will Gesundheitsvorsorge für Frauen in Entwicklungsländern verbessern

Wien (SK) "Mehr als eine halbe Million Frauen sterben jedes Jahr an Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt, fast alle davon in Entwicklungsländern. Die Zahl derjenigen, die während einer Schwangerschaft oder bei der Geburt erkranken, ist um ein Vielfaches höher. Ein verstärktes Engagement der Europäischen Union in diesem Bereich ist dringend notwendig", so die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele. "Das Risiko von Frauen, während der Schwangerschaft oder der Geburt zu sterben oder bleibende gesundheitliche Schäden davonzutragen, hängt von der Zahl der Schwangerschaften und der Qualität der Gesundheitsvorsorge ab." ****

Das Recht auf reproduktive und sexuelle Gesundheit war am Dienstag Thema im Ausschuss für Entwicklung und Zusammenarbeit des Europäischen Parlaments. Der Verordnungsvorschlag über die Unterstützung von Strategien und Aktionen im Bereich der reproduktiven und sexuellen Gesundheit in den Entwicklungsländern wurde diskutiert und abgestimmt. Der nächste Schritt ist die Abstimmung darüber im Plenum.

Programme zur Verbesserung der reproduktiven Gesundheit und der Familienplanung sollen helfen, die entwicklungspolitischen Millenniumsziele zu erreichen. Eines dieser Ziele ist die Verbesserung der Gesundheit von Müttern durch familienplanerische Maßnahmen. Dadurch kann die Zahl der ungewollten Schwangerschaften, riskanten Abtreibungen und Todesfälle im Kindbett reduziert werden, so Scheele am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Kommissar Nielsen bedauerte in der Aussprache vor der Abstimmung die Kampagne gegen den Kommissionsvorschlag, in der trotz der Wichtigkeit des Themas gezielt mit falschen Informationen gearbeitet wurde. So wurde etwa der Europäischen Kommission vorgeworfen, Abtreibungen in den südlichen Ländern zu fördern.

"78.000 Frauen sterben jährlich aufgrund unsachgemäß durchgeführter Schwangerschaftsunterbrechungen. Das sollte Grund genug sein, mit finanzieller Unterstützung der EU Strategien zu entwickeln und Programme zu fördern, um die Frauen umfassend zu informieren und dadurch die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und der unsachgemäß vorgenommenen Abtreibungen zu verringern", stellt Karin Scheele abschließend fest. (Schluss) wf/mm

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