Trunk: Rechnungshof bestätigt Kritik an eklatant wachsender Gehaltsschere von Frauen

Kärntner SP-Frauen fordern eigenständige Alterssicherung, Fraueninitiative und Frauenlohnrunden

Klagenfurt (SP-KTN) - "Der jüngste Einkommensbericht des Rechnungshofs bestätigt, dass Frauen für gleichwertige Arbeit immer noch weniger Geld bekommen - ein Zustand, der 2003 einfach nicht mehr sein dürfte", stellte die Frauenvorsitzende der SP-Kärnten, NR Melitta Trunk am Mittwoch gegenüber dem SP-Pressedienst fest. Die Zahlen seien schockierend. Das durchschnittliche Netto-Jahreseinkommen unselbstständig beschäftigter Frauen liegt nur bei etwa 11.700 Euro, jenes der Männer hingegen bei rund 17.900 Euro. Sehr deutlich sind die Zahlen bei den Selbstständigen. Während Frauen dieser Gruppe im Schnitt bloß 6.770 Euro verdienen, kommen Männer auf rund 12.370 Euro.

"Die Maßnahmen von VP und FP auf Bundesebene um frauenpolitische Ziele zu erreichen sind nahezu gänzlich ungeeignet. Aber auch auf Landesebene sieht es nicht besser aus. Das verlängerte Kindergeld drängt die Frauen ohne rechtliche Rahmenbedingungen in die Armutsfalle. Für die Volkspartei sind gleiche Chancen für Frauen nur dort zulässig, wo Frauen machen, was die Männer wollen und ihr Verhalten dem konservativen Familien- und Rollenbild der Partei entspricht", so Trunk. Die blau-schwarze Frauenpolitik bezeichnete Trunk als glatte Augenauswischerei.

"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Arbeitsmarktoffensive für Frauen, der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und ein vermehrtes Angebot von Ganztagsbetreuung an Schulen und Kindergärten dürfen nicht Schlagworte bleiben, sondern müssen schnellstmöglich umgesetzt werden", forderte Trunk. Auch die dramatische Einkommensschere bei den Pensionisten müsse durchbrochen werden. Eine Pensionistin muss mit rund 9800 Euro auskommen, während ein Pensionist immerhin 15.830 Euro netto im Jahr bekommt.

Eine zentrale Forderung der SPÖ bleibt auch die eigenständige Alterssicherung für Frauen. Es darf auch im hohen Alter keine Abhängigkeitsverhältnisse für Frauen geben, sondern es muss eine eigene Pension der Frauen, auf Basis einer Pflichtversicherung ermöglicht werden", bekräftigte Trunk die Forderung der SPÖ-Frauen nach der Ermöglichung des selbstständigen Lebens im Alter, einer Lebensstandardsicherung und der Armutsvermeidung. (Schluss)

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