ÖH erwartet von BMBWK Nominierung von Frauen für die Universitätsräte

Bisher nur 20 Prozent Frauenanteil - ÖH fordert 50 Prozent

Wien (OTS) - Besorgt beobachtet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die Entwicklung rund um die Wahl der Universitätsräte für die 21 österreichischen Universitäten. Unter den 22 bisher gewählten Räten sind nur fünf Frauen. An vier Universitäten (Universität Graz, Medizin-Universität Graz, Kunstuniversität Graz, Universität Klagenfurt) sind bislang sogar ausschließlich Männer in den Universitätsräten vertreten. Die ÖH erhofft sich von den von der Bildungsministerin der Bundesregierung vorzuschlagenden Universitätsräten eine deutliche Steigerung des Frauenanteils und fordert eine Anhebung auf 50 Prozent.

"Es ist bezeichnend, dass Ministerin Gehrer stets von einer Förderung der Frauen an den Universitäten und Gender-Mainstreaming-Verfahren spricht, auf die Festschreibung eines entsprechenden Frauenanteils für die Universitätsräte im neuen Universitätsgesetz jedoch verzichtet hat", so ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. "Wir fordern die Ministerin nun dazu auf, durch ihre Nominierungen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in den Universitätsräten herzustellen. 50 Prozent Frauenanteil in jedem Universitätsrat muss möglich sein."

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, weist darauf hin, dass Frauen in universitären Spitzenpositionen noch immer enorm unterrepräsentiert sind: "Während die Mehrzahl der Studierenden mittlerweile weiblich ist, sinkt der Frauenanteil mit jeder universitären Karrierestufe. Unter den Professorinnen und Professoren gibt es nach wie vor nur knapp fünf Prozent Frauen, auf die erste Rektorin warten Österreichs Universitäten bis heute vergeblich."

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