Wien: Ausbildungsoffensive für Journalisten

Stadt fördert neue Fachhochschule

Wien (OTS) - "Wien verstärkt seine Aktivitäten in Sachen Journalistenausbildung. Gemeinsam mit der schon bestehenden Europäischen Journalismus-Akademie wird künftig eine Journalismus-Fachhochschule die Bundeshauptstadt zum Zentrum einer zukunfts- und qualitätsorientierten Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten machen", erklärte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Dienstag im Rahmen des Mediengespräches des Bürgermeisters. "Damit spiegeln sich die realen Verhältnisse - fast zwei Drittel aller österreichischen Medienunternehmen befinden sich in Wien - erstmals auch in konkreten Ausbildungsangeboten wider. Darüber hinaus sichern wir mit dieser Investition in die Qualität der Ausbildung auch Wiens Position als bedeutende Medienstadt im deutschsprachigen Raum, gemeinsam mit Hamburg, München, Köln oder Berlin", betonte Rieder.

Fast 1,2 Mio. für Fachhochschule "Journalismus"

Insgesamt stellt die Stadt Wien zur Finanzierung der Fachhochschule Journalismus 1,162.765 Euro zur Verfügung. Ein entsprechender Antrag steht auf der Tagesordnung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses am kommenden Donnerstag. Mit diesen Mitteln wird der erste Jahrgang der Fachhochschule mit insgesamt 50 Studienplätzen über vier Jahre hinweg finanziert. Die weitere Finanzierung erfolgt durch den Bund, der darüber hinaus die Studienplätze auf 70 aufstocken wird.****

Träger der neuen Fachhochschule ist die Fachhochschule der Wiener Wirtschaft (FHW), vorbehaltlich der Genehmigung durch den Fachhochschulrat soll der erste Jahrgang kommenden Herbst starten.

Angeboten werden zwei Spezialisierungen mit jeweils 25 Studienplätzen zu den Schwerpunkten "Journalismus -Contentproduktion" und "Medienmanagement". Die Dauer des Studiums beträgt vier Jahre.

Zentraler Inhalt der neuen Fachhochschule ist die enge Kooperation mit Medienunternehmen. Ziel sind definitive Vereinbarungen zur Ausbildungsqualität und Mitwirkung bei Lehre, Projekten, Volontariaten, Praktika etc.. Vereinbarungen sollen mit allen interessierten Medienunternehmen getroffen werden.

Europäische Journalismus Akademie Wien (Eja): Post Graduate-Studien für Mittel- und Osteuropäer

Ebenfalls auf Initiative der Stadt Wien zurück geht die Europäische Journalismus Akademie (EJA), die 25 Akademikern aus Österreich sowie Mittel- und Osteuropa seit 2002 ein dreisemestriges Post Graduate Studium anbietet. Studienschwerpunkte sind die Bereiche Ökonomie, Ökologie, Europa, Wien und Internationale Politik.

Die EJA ist auch das Europa-Hauptquartier der Missouri School of Journalism, der ältesten und renommiertesten Journalismusakademie der USA. Hauptgesellschafter der Europäischen Journalismus Akademie Wien ist die Wiener Holding.

Wiener Fachhochschulangebot wird immer breiter

Der Erfolg des Fachhochschulsektors in Wien zeigt sich auch an der Entwicklung der Studienanfänger. Im Herbst 2001 starteten 1.083 Personen ihr Studium an einer Wiener Fachhochschule, im Herbst 2002 bereits 1.523, das sind um 440 mehr. Insgesamt gibt es derzeit in Wien 3.410 FH-StudentInnen, das sind 23,6 Prozent aller österreichischen FH-StudentInnen bei einem Fünftel der Bevölkerung. 1995 betrug der Anteil der Wiener FH-StudentInnen mit 252 lediglich 14,4 Prozent. Mit Herbst 2002 gab es 26 Wiener FH-Studiengänge.

Die Steigerung der Studienanfänger ist auf ein deutlich verbreitertes Angebot an FH-Lehrgängen zurück zu führen. Allein neun Lehrgänge starteten im Herbst 2002, darunter die von Wien startfinanzierten Lehrgänge "Logistik und Transportmanagement", Transportsteuerungs-/Verkehrstechnologien" sowie "Biotechnologie". Dazu kommen die Kurse "Sportgerätetechnik", "Informations- und Applikationsengineering", "Informationstechnologien und Telekommunikation" sowie drei Kurse "Sozialarbeit".

Kontakt:
o Fachhochschule Journalismus:
Mag. Julia Michl
Tel.: +43-1-47677-513
http://www.fhw.at
o Europäische Journalismus Akademie:
Tel. +43-1-40 343 40
http://www.eja.at
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