Brauner: In Wien friedliches Miteinander und gelebte Integration

"Umsetzung des unsinnigen Integrationsvertrags bringt in der Praxis zahlreiche Probleme mit sich"

Wien (OTS) - "Ich freue mich, Sie als österreichische StaatsbürgerInnen im Rathaus begrüßen zu dürfen", erklärte Wiens Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner Montag Abend vor mehr als 1.000 neuen WienerInnen im Festsaal des Wiener Rathauses. Denn so viele Neo-ÖsterreicherInnen waren der Einladung des Landes Wien gefolgt und feierten einen langen bunten Abend mit Musik, die so vielfältig wie die Menschen und ihre Kulturen in dieser Stadt war -angefangen von der Wiener Tschuschenkapelle bis hin zu Wiener Volksliedern mit dem Duo Steinberg und Havlicek.

"Der heutige Abend ist ein eindeutiger Beweis für die gelungenen Wiener Integrationsmaßnahmen", so Brauner. Aber die Staatsbürgerschaft als erfolgreichen Abschluss der Integration zu sehen, greife zu kurz, stellte Brauner klar. "Integration ist in Wien Normalität. Das sieht man, wenn man auf den Wiener Märkten einkaufen geht oder seine Angehörigen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen besucht."****

Grund für das Erscheinen der BürgerInnen aus war eine Einladung an knapp 15.000 Personen, welche im vergangenen Jahr die österreichische Staatsbürgerschaft in Wien erhalten hatten. Dieses Fest sei aber auch ein klares Bekenntnis der Stadt Wien zu Offenheit und Toleranz.

"Für uns ist es eine Auszeichnung, wenn sich Menschen aus so vielen Ländern zur österreichischen Staatsbürgerschaft bekennen. Denn das zeigt uns, dass die Leute den Weg des friedlichen Miteinanders und des demokratischen Zusammenleben in unserer Stadt und unserem Land anerkennen und schätzen", so Brauner. Gleichzeitig lud die Stadträtin die neuen StaatsbürgerInnen ein, sich mit ihren neuen Rechten und Pflichten im Sinne der Demokratie zu beteiligen:
"Politische Partizipation ist eines der wichtigsten Elemente einer funktionierenden Demokratie."

Strassers Politik hat mit "Integration" nichts zu tun

Kritik übte Brauner in diesem Zusammenhang am derzeitigen Innenminister Ernst Strasser: "Der sogenannte Integrationsvertrag bringt absolut keine Verbesserung der Situation rund um die Zuwanderung." Gerade in der Praxis würden sich die zahlreichen Probleme rund um den unsinnigen Vertrag seit 1. Jänner deutlich zeigen: Weder habe der Minister bisher für eine notwendige Anzahl an Deutschkursen gesorgt, noch habe er es geschafft, den eigentlich seit 1. Jänner notwendigen Niederlassungsnachweis in Druck geben zu lassen. "Die Regierung redet von Bürokratieabbau - in der Realität steigern sie mit diesem integrationspolitisch kontraproduktiven Gesetz den Aufwand gewaltig", so Brauner abschließend.

Wien gehe bewusst einen anderen Weg, stellte Brauner fest: "Wir empfinden die ZuwanderInnen als eine Bereicherung für unsere Stadt. Mit dem Wiener Demokratiepaket verstärken wir auch unser Motto von 'Rechten und Pflichten’. Denn funktionierende Integration ist in unser Aller Interesse", so Brauner abschließend.

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