SPÖ-Schieder: "Skandal um Verspätungschaos bei Schnellbahn!"

40 Jahre alte Schnellbahn-Garnituren, fadenscheinige Ausreden der ÖBB

Wien (SPW-K) - "Der heurige Winter ist nicht der erste und auch keineswegs plötzlich ausgebrochen, es gibt in Österreich jedes Jahr Schnee und Frost, darauf sollten die ÖBB eigentlich vorbereitet sein", kommentierte heute der Wiener Gemeinderat Mag. Andreas Schieder das anhaltende "Verspätungschaos" bei der Wiener Schnellbahn. "Die von den ÖBB genannte Ursache für die Verspätungen -20 bis 30 schadhafte Züge - ist mehr als eigenartig: Die offensichtlich nicht vorhandenen Ersatzteile sind entweder eine sehr schlechte Ausrede oder das Zeugnis grober Managementfehler." ****

Die jüngste Tariferhöhung der ÖBB sei jedenfalls durch das gebotene mangelhafte Service der Bahnen nicht zu rechtfertigen, so Schieder weiter. "Während bei den ÖBB nach wie vor über 40 Jahre alte Schnellbahn-Garnituren im Einsatz sind, hat die Stadt Wien schon vor Jahren ihre um einiges jüngeren Straßenbahn-Garnituren ausgemustert und der Stadt Sarajevo geschenkt." Statt teure Club Lounges für Erste-Klasse-Passagiere zu eröffnen, seien die ÖBB aufgefordert, endlich etwas für die Wiener Pendler zu tun, "die täglich gezwungen sind, in vollkommen überalteten, viel zu kleinen, schadhaften und dreckigen Garnituren zur Arbeit zu fahren." Die Stadt Wien investiere jährlich rund 500 Millionen Euro in den Betrieb und Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes - "und die ÖBB sind nicht einmal in der Lage, zeitgemäße und moderne Garnituren für die Pendler anzuschaffen, das ist ein Skandal!"

Die seit 1998 geltende Vereinbarung der Stadt mit den ÖBB über Pünktlichkeit, Qualität, Service und Sauberkeit der Züge werde von den Bundesbahnen in keinem Punkt erfüllt, bedauert Schieder. "Die fadenscheinigen Ausreden der ÖBB für das erzeugte Chaos in Wien, lassen jedenfalls den Eindruck entstehen, dass hier mit Absicht das gute Service der Stadt Wien konterkariert wird." (Schluss)

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