Onodi: Wasser - unser wichtigstes Lebensmittel!

Keine Privatisierung der Trinkwasserversorgung und Ausverkauf der Quellgebiete - kleinräumige Strukturen erhalten

St. Pölten (SPI) - 2003 ist das Internationale Jahr des Wassers der Vereinten Nationen. "Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Niederösterreich ist in der glücklichen Lage, über genügend Wasserreserven zu verfügen, um den Trink- und Gebrauchswasserbedarf jetzt und in Zukunft abzudecken", so Niederösterreichs Gesundheits-und Naturschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi. Der derzeitige Verbrauch an Trinkwasser und Nutzwasser für Landwirtschaft und Industrie beträgt etwa 250 Millionen Kubikmeter im Jahr. "Künftig ist damit zu rechnen, dass dieser Verbrauch insgesamt auf etwa 380 Millionen Kubikmeter jährlich ansteigen wird, wobei die größte Steigerung im Bereich des Trinkwasserverbrauches von 120 Millionen auf 230 Millionen Kubikmeter prognostiziert wird. Der Wasserschutz stellt die Grundlage für die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser dar", so Onodi weiter.****

"Die Verantwortung für reines Trinkwasser tragen wir alle. Es muss gelingen, die Identifikation mit dem Produkt und Lebensmittel Trinkwasser bei allen Menschen zu heben", so Onodi.

Werfe man allerdings einen Blick auf die gegenwärtige Politik, die rund um das wertvolle Nass gemacht wird, stimme dies nachdenklich. "Die Haltung mancher Regierungsverantwortlicher gegenüber der Lebensmittelressource Wasser hat sich in den letzten beiden Jahren dramatisch verändert. Immer wieder werden neue Pläne kolportiert, die auf eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung und wichtiger Quellgebiete abzielen. Sie reichen von einer großflächigen kommerziellen Vermarktung reinsten Quellwassers bis hin zur Privatisierung der Trinkwasserversorger", gibt Onodi zu bedenken.

Die Niederösterreichischen Sozialdemokraten wenden sich immer gegen diese Entwicklungen und fordern einen sorgsameren Umgang rund um die wichtige Ressource Wasser. "Wir müssen die kleinräumigen Strukturen der Wasserwirtschaft, die sich stets bewährt haben, unbedingt erhalten. Nur so ist eine qualitätsvolle und preislich günstige Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten. Vergleiche mit dem Ausland belegen, dass Vorsicht geboten ist. Untersuchungen aus anderen Ländern, wie etwa England, zeigen, dass es zu massiven Verteuerungen für die Konsumenten, aber gleichzeitig zur Verschlechterung der Versorgungsqualität beim Trinkwasser gekommen ist", so Onodi.

Nach UN-Angaben haben 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Der Bedarf an sauberem Wasser hat sich im letzten Jahrhundert versechsfacht. Dabei verbraucht ein Erdenbürger heute im Durchschnitt doppelt so viel wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. UN-Statistiken zufolge fließen 70 Prozent des Süßwassers in die Landwirtschaft. Der Anteil der Agrarwirtschaft am globalen Verbrauch ist seit 1960 um 60 Prozent gestiegen. Doch mehr als die Hälfte dieses Wassers verdunstet oder fließt ungenutzt in Flüsse ab, weil die Bewässerungsanlagen nicht effizient sind. Doch auch andere Zahlen zeigen den teilweise unbedachten Umgang mit dem "Lebensmittel" Trinkwasser: Jährlich sterben immer noch rund 10 Millionen Menschen an verseuchtem Wasser. Gleichzeitig werden aber z.B. 200.000 Liter kostbares Nass für die Produktion eines einzigen Autos verwendet. (Schluss) fa

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