E-Wirtschaft: Lohn- und Gehaltsverhandlungen abgeschlossen

Gewerkschaften erreichen Einkommenserhöhung und rechtliche Verbesserungen

Wien (GPA/GMT/ÖGB). Die Verhandlungen von Metallergewerkschaft und GPA mit den Arbeitgebervertretern der Elektrizitätsversorgungsunternehmungen über Lohn- und Gehaltserhöhungen für die rund 16.000 Beschäftigten wurden in der Nacht von 20. auf 21. Jänner abgeschlossen. ++++

Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne steigen um 2,3 Prozent, die Mindestgehälter werden um 2,1 bis 2,3 Prozent, gestaffelt nach Verwendungsgruppen, erhöht. Es wurde eine Einmalzahlung von € 170,-vereinbart, fällig bis 30. April 2003. Die Ist-Löhne und -Gehälter werden um 2,1 Prozent erhöht.
Anstelle der Erhöhung der Ist-Löhne um 2,1Prozent kann durch Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat (Betriebsvereinbarung nach Arbeitsverfassungsgesetz) eine Erhöhung der Lohnsumme um 2,4 Prozent vereinbart werden, wobei 0,5 Prozent der Lohnsumme zur innerbetrieblichen Verteilung (Ist-Lohnerhöhung) verwendet werden kann. Die Ist-Lohnerhöhung darf jedoch 1,9 Prozent nicht unterschreiten.

Die Lehrlingsentschädigungen sowie die Zulagen steigen um 2,1 Prozent. Die Schichtzulage steigt um 5,5 Prozent, für die 2. Schicht gilt eine Erhöhung von 3,0 Prozent.

Rahmenrechtliche Verbesserungen:
Wie schon in der Metallindustrie haben die KV-Partner eine Rücktrittsmöglichkeit von einem Monat bei Übertritt in eine Mitarbeitervorsorgekasse vereinbart. Schutzbestimmungen für die Leistung von Nachtarbeit für Männer und Frauen wurden neu geregelt.

Karl Haas, Verhandler für die GMT, und Karl Proyer, Verhandler für die GPA, sprachen nach Abschluss der Verhandlungen von einem "konstruktiven Gesprächsklima. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, die Einkommen der Beschäftigten zu sichern und damit einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft zu leisten. Dieses Verhandlungsziel haben wir mit dem Abschluss erreicht."

ÖGB, 21. Jänner 2003
Nr. 28

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Nani Kauer, GMT, 01/501 46 Dw. 242, 0664/614 59 15
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