LH Haider: Ja zur Aufnahme der Türkei in die EU

Türkei ist sicherheitspolitisch und wirtschaftspolitisch wichtiger Partner Europas - EU-Aufnahme ist Beitrag gegen Fundamentalismus

Klagenfurt (LPD) - Auch die Türkei solle in die EU aufgenommen werden, unterstrich Landeshautpmann Jörg Haider in Klagenfurt vor Mitgliedern der Union des Konsularischen Korps in Österreich (UCCA). Damit tritt Haider jenen entgegen, die große Bedenken bezüglich einer Aufnahme dieses Landes haben. Es gibt auch Stimmen, die in einem Beitritt der Türkei zur EU sogar das Ende der EU sehen würden.

Für LH Haider ist das Land jedoch ausreichend reif für einen Beitritt. Gerade die Türkei sei als Vorposten für den Mittleren Osten und in einen wichtigen Teil der Welt sehr bedeutsam. Haider erinnerte daran, dass es mit der Türkei in die Länder der EU viele Sonderverträge gibt. Der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl habe den Türken große Rechte eingeräumt, was in der Folge auch den starken Zuzug nach Deutschland ermöglicht bzw. diesen attraktiv gemacht habe. Die Aufnahme in die EU würde bedeuten, das Land dauerhaft zu stabilisieren und zu verhindern, dass fundamentalistische Kräfte erstarken. Ausserdem werde seitens der EU sogar angedacht, nordafrikanische Länder wie Marokko näher an Europa anzubinden.

Aus sicherheits- sowie auch aus wirtschaftspolitischen Gründen sei es ratsam und sinnvoll, die Türkei nicht abzuweisen, sondern in die EU aufzunehmen, so der Landeshauptmann. Die Türkei sei auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein bedeutender Partner, etwa allein im Hinblick auf das Ölgeschäft bzw. als Öltransitland aufgrund seiner geostrategischen Position.
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