ARBÖ: Am Sonntag neue Regelung für Verkehrsunfallopfer nach Auslandsunfällen

Wien (OTS) - Am Sonntag, 19. Jänner 2003 tritt die vierte Kfz-Haftpflicht-Richtlinie in Kraft. Damit werden Kfz-Schadenfälle, die durch Unfälle mit ausländischen Fahrzeugen passieren, schneller abgewickelt. Europaweit sind rund 500.000 Autofahrer in Unfälle außerhalb ihres Heimatstaates verwickelt, in Österreich passieren jährlich etwa 24.000 Unfälle mit Beteiligung ausländischer Fahrzeuge. Der ARBÖ informiert über die drei Verbesserungen:

Schneller zu Geld nach Auslands-Unfällen

Erstens: Wem durch einen Unfall im Ausland das eigene Auto beschädigt wurde, hatte es bisher schwer, Geld von der ausländischen Kfz-Haftpflicht-Versicherung zu bekommen. Von Österreich aus musste die ausländische Versicherung kontaktiert werden, in fremder Sprache und mit viel Aufwand. Ab nun ist das anders. Die ausländische Versicherung muss in Österreich einen Ansprechpartner haben, einen sogenannten "Schadensregulierungs-beauftragten". Über ihn wird der Versicherungsfall abgewickelt: im Inland, in deutscher Sprache, schneller und unkomplizierter. Welcher Schadensregulator im konkreten Fall zuständig ist, erfährt man beim Versicherungsverband (www.vvo.at). Sollte der Schadensregulator innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung treffen oder gar nicht vorhanden sein, wird der Versicherungsverband als - Entschädigungsstelle - den Fall weiter bearbeiten. Achtung: Das gilt nur für Kfz-Haftpflichtfälle mit Fahrzeugen aus EU-Staaten, Norwegen, Island und Liechtenstein.

Neue Drei-Monatsfrist für Kfz-Haftpflichtschäden

Zweitens: Kfz-Haftpflichtfälle müssen innerhalb von drei Monaten "erledigt sein", egal ob der Unfall mit einem ausländischen oder inländischen Fahrzeug passiert ist. Die Versicherung muss in dieser Zeit also entscheiden, wie viel sie zahlt oder begründen, warum sie nicht zahlt, sonst fallen Verzugszinsen an. Bei inländischen Fällen wird sich nach Einschätzung des ARBÖ in der Praxis nicht viel ändern.

Daten des Gegners aus dem Internet

Drittens: Wer einen Unfall hat, kommt ab 20. Jänner leichter zu den Daten des Unfallgegners. Es genügt, die Homepage des Versicherungsverbandes (www.vvo.at) anzusurfen, das Kennzeichen des Unfallgegners und das Datum des Unfalls einzutippen und schon bekommt man die Versicherung des Unfallgegners. Wer keinen Internet-Zugang hat, kann diese Auskunft auch über die Telefonnummer 01/316 70 841 erfragen.

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