Regionalkonferenz in Spittal brachte heute erste Ergebnisse

Ambrozy will Spittal zur Schwerpunkt Region machen

Klagenfurt (OTS) - Auf Initiative des Spittaler Bürgermeisters Gerhard Köfer, fand heute eine Regionalkonferenz in Spittal aus Anlass der Arbeitsplatzkatastrophe bei Gabor statt, LHStv. Peter Ambrozy, ÖGB-Chef Adam Unterrieder, Bürgermeister Gerhard Köfer, Vertreter der umliegenden Gemeinden und des Betriebes Gabor Spittal diskutierten über schnelle und nachhaltige Lösungen für die Betroffenen. Ambrozy regte an, den Bezirk Spittal zu einer Schwerpunkt Region zu machen und bekannte sich dazu, die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu stärken. Es müsse Ziel sein, alles zu tun um die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Bezirkes zu fördern.

Die Situation in Spittal sei dramatisch. Viertausend Arbeitslose stünden lediglich 240 offenen Stellen gegenüber. "In den nächsten zwei Jahren werden in Winklern, Obervellach und Steinfeld im Pflegebereich maximal 40 Arbeitsplätze für jene Betroffenen, die umgeschult werden frei", stellte Ambrozy klar. Auch eine psychosomatische Klinik in Millstatt würde im Idealfall maximal vierzig Stellen (Pflegehelfer, Reinigungskräfte und Küchenhilfen) bringen. "Es ist vor allem notwendig Betriebsansiedelungen zu fördern und den Betroffenen durch eine Arbeitsstiftung, sowie gezielten Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen zu helfen", stellte Ambrozy fest, der sich optimistisch zeigte einen Teil der Betroffenen im Tourismusbereich beschäftigen zu können. Ambrozy kündigte abschließend an, auch an der morgigen Regionalkonferenz des Landeshauptmannes teil zu nehmen.

SP-Bezirksparteivorsitzender, ÖGB-Chef Adam Unterrieder sprach sich für die Umsetzung bestehender Projekte aus. "Die Landesausstellung, Investitionen im Tourismusbereich sowie ein rascher Ausbau der Verkehrsinfrastruktur würden weitere Arbeitsplätze bringen", betonte Unterrieder und forderte die nachhaltige Förderung von Klein- und Mittelbetrieben zur langfristigen Arbeitsplatzsicherung.

Bürgermeister Gerhard Köfer kündigte die Erstellung eines Parteiübergreifenden Forderungskataloges des Bezirkes Spittal/Drau an das Land Kärnten und den Bund an. Darin sollen konkrete Projekte aufscheinen. "Schließlich ist das Problem Gabor nicht blau, schwarz oder rot, sondern erfordere eine überparteiliche Zusammenarbeit", so Köfer. (Schluss)

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