SPÖ-Laschan: "Wien hat eine Vorreiterrolle beim Auf- und Ausbau der Sozialen Dienste!"

Wien (SPW-K) - In der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates stellte SPÖ-Gemeinderätin Dr. Claudia Laschan zu Beginn ihres Debattenbeitrages fest, dass sich im 20. Jahrhundert in allen europäischen Ländern die mittlere Lebenserwartung stark erhöht habe. Ein Reihe von gründen habe zu dieser sozialen, medizinischen und volkwirtschaftlich so bedeutsamen Erscheinung geführt: Durch den Aufbau und Ausbau der Sozialgesetzgebung konnten die Menschen von den drückenden Sorgen um das tägliche Brot befreit und der Lebensabend gesichert werden. "Die steigende Anzahl älterer Menschen stellt aber auch große Anforderungen an die Gesellschaft, denn SeniorInnen haben eigene Bedürfnisse. Das betrifft Wohnen, die Freizeitgestaltung, den öffentlichen Raum, das Konsumverhalten und die medizinische Behandlung. Das ist eine große gesellschaftspolitische Aufgabe und Wien hatte und hat hier eine Vorreiterrolle. Denn der Aufbau der sozialen Dienste hat es ermöglicht, dass viele ältere Menschen weiterhin ein relativ unabhängiges Leben in der gewohnten Umgebung führen können", betonte die SPÖ-Gemeinderätin. ****

Im weiter Verlauf ihrer Ausführungen unterstrich Laschan die Tatsache, dass in Wien alle Menschen ein Recht auf Pflege und Betreuung haben und nicht auf den guten Willen von Nachbarn, Angehörigen und Hilfsorganisationen angewiesen seien. "Ich habe nicht gegen Nachbarschaftshilfe", so die SPÖ-Gemeinderätin, "denn als zusätzliches Element ist jede Initiative zu begrüßen, darf aber nicht die bestehenden Betreuungsstrukturen ersetzen. Ich sage da gezielt deshalb, weil es immer wieder Versuche gibt, unter dem Deckmantel der Eigenverantwortlichkeit und dem Stichwort - Mehr privat, weniger Staat - öffentliche Leistungen zurückzudrängen. Konkret war das im Regierungsübereinkommen zwischen FPÖ und ÖVP zu lesen, dass die Betreuung älterer Menschen verstärkt durch Nachbarschaftshilfe abzudecken sei. Für solche Konzepte stehen wir als Sozialdemokraten nicht zur Verfügung. Wien geht den anderen Weg: Das Betreuungsangebot ist hochwertig, differenziert und vielfältig. "

Gemeinderätin Dr. Laschan ging dann auf die Schnittstellenproblematik zwischen intra- und extramuralem Bereich ein, wobei sie feststellte, dass eine Krankenanstalt verpflichtet sei, für einen reibungslosen Übergang in den extramuralen Bereich zu sorgen, wobei sich die Errichtung eines Entlassungsmangementes vielfach bewährt habe. Denn eine gute Entlassung in ein gutes Betreuungsumfeld verstärke unnötige stationäre Wiederaufnahmen. "In Wien sind wir in dieser Beziehung schon viele Schritte weiter, dennoch gebe es Verbesserungsbedarf und zwar in der Schnittstelle zwischen stationärer medizinsicher und extramuraler medizinischer Versorgung, das heißt zwischen der Schnittstelle von Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten. Ein diesbezüglich gutes Projekt ist das Gesundheitsnetz Donaustadt ausgehend vom SMZ-Ost und der MA47 mit dem Ziel der umfassenden Versorgung der Patienten durch eine enge Vernetzung des Donauspitals mit den niedergelassene Ärzten, mit dem Gesundheitszentrum des Bezirkes und den angeschlossenen extramuralen Diensten".

"Wir alle wissen, wie schwierig die Arbeit des Pflegepersonals in einem Pflegeheim ist. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass eine Heimhilfe oder Pflegehelferin, die ältere Menschen zu Hause betreut nicht in dem Ausmaß wie im stationären Bereich in einem Team arbeitet, sondern letztendlich alleine in die Wohnung des Pflegebedürftigen geht. Es ist mir ein Anliegen allen MitarbeiterInnen der Sozialen Dienste meinen Dank auszusprechen, denn ihrem Engagement ist es zu danken, dass Wien auch für SeniorInnen eine lebenswerte Stadt ist", sagte die SPÖ-Gemeinderätin abschließend. (Schluss)

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