2.500 Solarienbetreiber setzen sich gegen Angriffe zur Wehr

Heftige Kritik an "Help-TV" vom 15. Jänner - Lechner: "Nicht objektiv"

Wien (PWK027) - Der Fachverband der Bäder in der Wirtschaftskammer Österreich empfindet den jüngst ausgestrahlten Bericht "Wie gefährlich sind Solarien?" in der ORF-Sendung "Help-TV" als eine ungerechtfertigte Beeinträchtigung der Branche. Bestürzung löste vor allem das Weglassen positiver Testergebnisse der AK Oberösterreich und der AK Wien im Filmbericht aus, sowie das Zeigen von Bildern erkrankter Haut, die angeblich mit Solarienbesuchen in Zusammenhang gebracht wurden. Darüber hinaus wurde von der AK Oberösterreich ein nicht den Normen für die Klassifizierung von Solarien entsprechendes Messgerät eingesetzt (Messungenauigkeit bis zu 70%!).

Das Sonnenlicht Forum Austria (SAF), die Plattform der österreichischen Solarienbranche geht von einer "Sonnenkunden"-Zahl von etwa 11% der Gesamtbevölkerung aus. Das heißt, dass etwa 800.000 Österreicher die rund 2.500 heimischen Betriebe mit Besonnungsgeräten frequentieren. 50% davon gehen nur ein Mal pro Monat ins Solarium, 90% maximal ein Mal pro Woche. Allein diese Zahlen zeigen die überzeichnete Darstellung des "Help-TV"-Berichtes auf, der die künstliche Besonnung für verschiedene krankhafte Hautveränderungen verantwortlich macht.

Laut Statistik erleiden lediglich 0,1% der Sonnenhungrigen eine Hautrötung durch unsachgemäße Benützung: "Wie in jeder anderen Branche gibt es auch bei den Solarien Schwachstellen, zum Teil in der Beratung, dennoch ist der Stich einer Biene noch immer häufiger und daher gefährlicher als ein Solariumbesuch mit dem Resultat einer leichten Hautrötung", kontert Fachverbandsvorsteher-Stv. Herbert C. Lechner.

Der Fachverband war bei der Erlassung des Bäderhygienegesetzes und der Solarienverordnung bemüht , jene gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die bestmögliche Sicherheit der Benützer bietet. In Zusammenarbeit mit dem Sonnenlicht Forum Austria , werden laufend die qualitätssichernden Kriterien auf den letzten wissenschaftlichen und technischen Stand gebracht und in Form von Schulungen an die Studiobetreiber weitergegeben, unterstreicht Lechner.

Die von der Arbeiterkammer immer wieder durchgeführten Studiotests bestätigen die Bemühungen der Branche. So ergab z.B. ein Test von 18 Sonnenstudios in Linz im Winter 2001/02 zu 72% ein "Sehr gut" für das Angebot und zu 78% ein "Sehr gut" für die Hygiene. Ein AK Wien-Test im Herbst 2001 bescheinigte den Solarien in Wien ebenfalls positive Werte.

Aus der Sicht des Fachverbandes der Bäder und des SFA bewirkte der ORF-Bericht eine Verunsicherung der Konsumenten und hat geschäftsschädigende Auswirkungen auf die gesamte Besonnungsindustrie. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4363
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004