Römer: Kritik in "Andersen-Studie" als Entscheidungshilfe für Reformmaßnahmen

Wien, 2003-01-17 (fpd) - Der dritte Präsident des Wiener Landtages, LAbg. Johann Römer, zeigte sich heute im Rahmen der Sondersitzung des Wiener Gemeinderates erfreut, dass die "Andersen-Studie" auch einen Hinweis auf das 1993 verabschiedete Programm "Hilfe im hohen Alter" aufweise. Es dürfe jedenfalls nicht übersehen werden, dass die notwendige Betreuung und Hilfe für ältere Menschen nicht gesichert werden könnte, wenn nicht Familienmitglieder, Nachbarn und Bekannte Betreuungsaufgaben wahrnehmen würden. ****

Die im Bericht aufgezeigten Mängel und Kritikpunkte seien als Entscheidungshilfen für Reformmaßnahmen, die ja permanent durchgeführt werden müssen, zu betrachten. "Insofern ist es verwunderlich, dass Stellungnahme zur Studie, in der relativ wenig Handlungsbedarf gesehen wird, noch umfangreicher ist als die Studie selbst", so Römer.

Der dritte Landtagspräsident wies darauf hin, dass mit Einführung des Pflegegeldes seinerzeit ein Meilenstein gesetzt worden sei. "Die vorher erbrachten Sachleistungen wurden sozial gestaffelt, vielen wurde ermöglicht, durch die finanzielle Unterstützung mehr extramurale Betreuung zu beanspruchen".

Römer forderte, dass der Kauf der Dienstleistungen zu transparenten Preisen erfolgen müsse. Weiters seien der Kontrollamtsbericht sowie die "Andersen-Studie" gewissenhaft aufzuarbeiten und daraus die Konsequenzen zu ziehen. "Die öffentliche Hand ist weiter gefordert, finanziell unterstützend einzugreifen, weil auch das Pflegegeld nicht alles abdecken kann. Daher hat auch die Gemeinde Wien dafür Sorge zu tragen habe, dass Leistungen zu fairen Preisen erbracht werden", so Römer abschließend. (Schluss) lb

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