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Ungarns schönste Landschaften Südtransdanubien - das mediterrane Ungarn

Wien (OTS) - Die südwestungarische Region wird zu Recht die
Toskana Ungarns genannt. Milde Winter und lange, sonnenreiche Sommer prägen die Landschaft zwischen Balaton und Drau, ihre Tier- und Pflanzenwelt, und lassen an den überwiegend aus Löß bestehenden Hängen hervorragende Weine gedeihen.

Zentrum Südtransdanubiens, das die Komitate Baranya, Somogy und Tolna umfaßt, ist die Stadt Pécs, die "Perle der Baranya", seit Ende 2000 Teil des Welterbes der UNESCO, und bekannt für seine Lebendigkeit als Universitäts- und Festivalzentrum der Region. Ihre Aufnahme in die UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturjuwele verdankt Pécs seinen zahlreichen historischen Gebäuden. Allenvoran der markante viertürmige gotische Dom oder die Hassan-Jakovali-Moschee mit Originaleinrichtung aus der Türkenzeit, vor allem aber die Frühchristlichen Gräbern der einstigen römischen Stadt Sopianae. Sie stammen aus dem 4. Jahrhundert und sind nicht nur für Ungarn einzigartig. Die Gräber unterscheiden sich durch ihre Bauweise als zweistöckige Mausoleen aus Grabkammer und Grabkapelle von anderen ihrer Zeit. Außerdem sind sie mit bestens erhaltenen Wandmalereien geschmückt.

Nicht versäumen sollte man bei einer Besichtigung der Stadt die Porzellanmanufaktur und das Museum der Familie Zsolnay, die auch auf zahlreichen Gebäuden der Stadt, etwa dem Vásváry-Haus oder dem Zsolnay-Brunnen ihre dekorativen Spuren hinterlassen hat.
Rund um die Hauptstadt Pécs erstreckt sich sanftes, stark gegliedertes Hügelland, das reizvolle, abwechslungsreiche Landschaftsformen hervorbringt. Der Süden Ungarns entfaltet sich dem Besucher in seiner ganzen vielfältigen Schönheit vor allem bei Rad-und Reittouren, aber auch bei Wanderungen durch die unberührte Natur. Dazu gehören auch die ursprünglichen Auwälder der Drau, die das Gebiet im Süden begrenzt. Zwischen den Hügeln verstecken sich malerische kleine Dörfer und Städtchen, blitzsauber und gepflegt, ein Erbe der schwäbischen Siedler, die einst diesen Landstrich urbar machten. Zu den bedeutendsten zählen der Wallfahrtsort Máriagyüd, der bekannte Badeort Harkány und das Städtchen Siklós mit seiner mächtigen Burganlage aus dem 14. Jahrhundert, eine der am besten erhaltenen Burgen des Landes.

Hier beginnt auch die Weinstraße von Siklos nach Villány. Entlang dieser ersten Weinstraße Ungarns kann man in acht Orten die Keller besuchen, Wein und Schmankerln verkosten, mit den Winzern in die Weingärten gehen und sich die Entstehung des edlen Rebensaftes erklären lassen, aber auch an der Weinlese und den damit verbundenen Festen teilnehmen. Wer dabei ein bißchen zu tief ins Gläschen schaut, kann in einem der gemütlichen preiswerten Gästezimmer der Winzer übernachten, deftiges Bauernfrühstück inbegriffen. Fixpunkte entlang der 30 km langen Strecke sind die gotischen und barocken Weinkeller und die über 200 Jahre alte "Weinkathedrale" der Familie Batthyány in Villánykövesd sowie das Weinmuseum in Villány.
Das fruchtbare Südtransdanubien bringt neben Wein eine Vielzahl von Produkten hervor, etwa die Tafeltrauben von Pécs, den Csemege-Käse, Lindenblütenhonig, oder das kräftige Hollundermus.

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