Industrie: Studienbeiträge abschaffen wäre Rückschritt!

Wien (PDI) Die Industriellenvereinigung (IV) spricht sich klar für die Beibehaltung der Studienbeiträge aus. Sie sind ein wichtiges Instrument für mehr Kostenbewusstsein, überlegte Studienentscheidung, rascheres Studieren und - wenn auch nicht primär - ergänzende Finanzierungsquelle für die autonome Universität. Dies sind die positiven Erfahrungen schon nach kurzer Zeit und es gibt daher keine Argumente für eine Ho-Ruck-Entscheidung eine sinnvolle Maßnahme zurück zu nehmen. Der Leiter des Bereiches Bildung, Innovation, Forschung in der IV, Dr. Gerhard Riemer unterstützt die Position von Bildungsministerin Gehrer: "Die Studienbeiträge jetzt abzuschaffen -wie im Rahmen der Sondierungsgespräche manchmal gefordert wird - wäre kontraproduktiv und ein Rückschritt und nimmt den Universitäten dringend benötigte Mittel." Ab 2004 sollten die Studienbeiträge den Unis in voller Höhe zur Verfügung stehen, was aus Sicht der Industrie auch für die Universitäten Lenkungseffekte bringt.

Argumente für Abschaffung gehen ins Leere: Mehr Abschlüsse, mehr Studierende

Die Studienbeiträge haben mehr Ernsthaftigkeit bei Studierenden und Lehrenden gebracht. Das zeigt die Tatsache, dass nach der Einführung der Studienbeiträge die Absolventenquote um 8% angestiegen ist. "Österreich hat nach wie vor im europäischen Vergleich eine sehr niedrige Akademikerrate (Platz 13 von 15 EU-Mitgliedsstaaten laut aktuellem Innovationsanzeiger). Mehr Absolventen nach kürzerer Zeit stärken einen überfälligen Aufholprozess, bei der Steigerung der Akademikerquote ist Österreich mittlerweile auf dem ersten Platz in Europa!" erklärt Riemer.

Die aktuellen Studierendenzahlen, wonach die Anzahl der Studierenden fast 200.000 beträgt und die Zahl der Erstsemestrigen mit über 30.000 knapp unter dem Rekord von 2000 liegt, zeigen, dass der Zulauf zu höherer Bildung ungebrochen ist, was aus Sicht der Industrie eine erfreuliche Entwicklung ist. Wenn schon Änderungen diskutiert werden, kann man sich also höchstens eine Überprüfung vorstellen, ob alle Studierenden sich ein Studium auch leisten können. Eine soziale Barriere könne man auch nicht sehen, da die Studienförderung ausgeweitet wurde.

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