Pirklhuber: EU-Studien bestätigen Grüne Positionen zur EU-Agrarreform

Zustimmung zu Rede Fischlers bei Grünen Woche in Berlin

Wien (OTS) Die von der EU-Kommission vorgelegten Studien bestätigen die Reformvorschlägen von Landwirtschaftskommissar Fischler und wesentliche Positionen der Grünen zur Agrarpolitik, so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. "Die Rede Fischlers anlässlich der Grünen Woche in Berlin zeigt einen starken Willen Fischlers zu mutigen Reformschritten, die seit Jahren von der Agrarlobby und damit auch vom ÖVP-Bauernbund blockiert werden. Die Grünen erwarten sich breite Zustimmung von Landwirtschaftsminister Molterer, der die Reformschritte Fischlers bisher über weite Strecken in Frage gestellt ha", betont Pirklhuber.

Aus den Studien geht hervor, dass die Entkoppelung der Beihilfen keinesfalls die Aufgabe der Erzeugung zur Folge hätte, wie von ÖVP-Bauernfunktionären behauptet wird, sondern dass damit lediglich das Marktgleichgewicht verbessert und die sinnlose Überproduktion und Belastung der Umwelt hintangehalten würde. Erfreulich sei auch, dass Fischler mehr Gelder für die Entwicklung des ländlichen Raumes zur Verfügung stellen wolle, um damit jene Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen, die die Infrastruktur in den Regionen aufrechterhalten und Österreich als Tourismusland attraktiv machen.

"Nach der EU-Erweiterung werden rund 500 Millionen KonsumentInnen erwarten, dass qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel zur Verfügung stehen. Sie werden nicht bereit sein, für ein überkommenes Agrarmodell, dass zu ständigen Lebensmittelskandalen führt und das Bauernsterben nicht verhindert, ihre Steuergelder zur Verfügung zu stellen", so Pirklhuber. Er fordert damit die ÖVP-Bauernfunktionäre auf, anlässlich der vorliegenden Studien endlich ihre bornierte Haltung zu überdenken und grünes Licht für die dringend notwendige EU-Agrarreform zu geben.

Über die Reformvorschläge Fischlers hinaus fordern die Grünen eine Abschaffung der handelsverzerrenden Exportsubventionen, eine am Binnen- und nicht am Weltmarkt orientierte Landwirtschaft und ein europäisches Bekenntnis zu einer gentechnikfreien landwirtschaftlichen Produktion.

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