SPÖ-Strobl: Bedenken gegenüber weiterer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten

Befürchtung von weiterer Umsatzverlagerung von kleinen Geschäften zu großen Handelsketten - Ohne seriöse, umfassende Untersuchungen auch die von der Hotellerie geforderte Sonntagsöffnung fragwürdig

Wien (SPW-K) - Vorerst skeptisch gegenüber den in den vergangenen Tagen neuerlich aufgeflammten Wunsch nach einer weiteren
Ausweitung der Ladenöffnungszeiten von wöchentlich 66 auf 72 Stunden zeigte sich Freitag der Wiener SPÖ-Gemeinderat Fritz Strobl. In einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien stellte der Mandatar fest, dass eine seriöse Diskussion darüber für ihn nur dann in Betracht komme, wenn gewährleistet sei, dass keine diesbezügliche Entscheidung über die Betroffenen hinweg gefasst würde. Auch müsse, so Strobl, darauf geachtet werden, dass es im Zuge eines solchen möglichen Schrittes zu keiner weiteren Umsatzverlagerung von den kleinen Geschäften zu den großen Handelsketten komme. "Eine solche könnte auch den ständigen Bemühungen der Stadt zur Unterstützung einer breitgeschichteten Nahversorgung auch in den Bezirks-Geschäftsstraßen und in den sogenannten Nebenlagen letztlich zuwiderlaufen. Das Thema ist viel zu komplex, um darüber voreilig Entscheidungen zu treffen", gab Strobl zu bedenken. ****

Würde weiterhin Umsatz von diesen Geschäften in die großen Einkaufszentren abgesogen, dann wäre das Probleme der möglichst lückenlosen Nahversorgung in allen Wiener Bezirken insgesamt noch schwieriger in den Griff zu bekommen sein, meinte Strobl weiter. Selbstverständlich seien die Inhaber von kleineren und mittleren Handelsunternehmen bereit, über Veränderungen zu diskutieren, Maxime für diese sei dabei aber die Erhaltung der grundsätzlich gut funktionierenden Struktur der Klein- und Mittelbetriebe mit ihrer so wichtigen Funktion nicht nur als Nahversorger, sondern auch als Anbieter von Ausbildungsplätzen, hob Strobl hervor.

Auch gegenüber dem vor allem seitens der Wiener Hotellerie erhobenen Vorschlag nach Sonntagsöffnungszeiten der Geschäfte äußerte sich Strobl skeptisch. Solange keine umfassenden und damit aussagekräftigen Untersuchungen über die tatsächlichen Einkaufswünsche der Wien-Touristen sowie Beweise über eine dadurch ausgelöste zusätzlich Belebung der Nachfrage vorlägen, sei es aus seiner Sicht derzeit noch verfrüht, die Umsetzung einer solchen Maßnahme zu forcieren, schloß Strobl. (Schluss)

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