Grüne/Jerusalem: Abschaffung des Stadtschulratskollegiums

Informations- und Kontrollrechte müssten ausgebaut werden

Wien (Grüne) - Bundesministerin Elisabeth Gehrer machte den Vorschlag, die Kollegien der Landesschulräte abzuschaffen. Gemeinderätin Susanne Jerusalem, Mitglied im Kollegium des Wiener Stadtschulrates, weist darauf hin, dass der Vorschlag, den sie selbst bereits einige Male gemacht hat, dann diskussionswürdig sei, wenn man dazusage, wer die Aufgaben des Kollegiums übernehmen solle. Nachdem die Ministerin dazu vornehm schweigt, läge der Verdacht nahe, dass sie den schwarzen Einflussbereich auf die Schulen ausbauen wolle. Jerusalem: "Offensichtlich sollen die Direktorenbestellungen, die nach wie vor schwarz/rote Parteibuchbestellungen sind, der Kontrolle der oppositionellen Kollegiumsmitglieder entzogen werden."

Susanne Jerusalem vertritt die Meinung, dass Schulen wesentlich mehr Demokratie bräuchten. Im Anschluss an ein Objektivierungsverfahren sollten die Schulen selbst über die Schulleitung und die Art der Schulleitung bestimmen. Nachvollziehbarkeit und Transparenz dieser Verfahren müssten gewährleistet bleiben. Weiters müssten die Informationsrechte der Landtagsabgeordneten gesichert werden. "Wenn die Abschaffung der Kollegien zu mehr Mitbestimmung und Selbstbestimmung der SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern führen und die Informations-und Kontrollrechte der Landtagsabgeordneten ausgebaut würden, wäre das sicher ein Fortschritt zum status quo. Wenn die Abschaffung hingegen, wie es derzeit aussieht, die Rückkehr in das tiefste Mittelalter schwarzer Parteibuchbestellung bedeutet, ist sie entschieden abzulehnen", so Jerusalem abschließend.

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