Stiftung "Off-Road-Kids" erhält Schenkung

Berlin (OTS) - Anmoderation (Vorschlag)

Kinder, deren Zuhause die Straße ist, sind in Deutschland traurige Realität. Ein Verein, der sich um diese obdachlosen Jugendlichen kümmert, ist Off-Road-Kids. 1993 von dem Journalisten Markus Seidel gegründet hat er sich zum Ziel gesetzt, den Kids andere Perspektiven als die Straße zu bieten. Ein Förderer des Vereins schon seit seiner Gründung ist die Deutsche Bahn. Heute übergab deren Chef Hartmut Mehdorn der "Off-Road-Kids" Kinderfonds-Stiftung einen Scheck über 510.000 Euro.

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Neue Perspektiven für jugendliche Ausreißer. Das ist ein wichtiges Ziel für das langjährige Engagement der deutschen Bahn bei "Off-Road-Kids". Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital soll die unmittelbare Arbeit des Vereins langfristig gesichert werden. Schirmherr der Stiftung ist Bahnchef Hartmut Mehdorn. Er erfüllte seine Zusage vom April vergangenen Jahres. Damals hatte er versprochen , die aus der Euro-Umstellung entstandenen Rundungsüberschüsse zu spenden.

O-Ton (ors08901)Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG (ca. 22")

Die Stiftung Off-Road-Kids hilft diesen Kindern, die Bahn kann das nicht, wir sind dafür nicht ausgestattet. Insofern sind wir froh, dass wir jetzt durch einen finanziellen Beitrag dieser Stiftung zu einer besseren Wirkung verhelfen können. Und das hilft uns natürlich, dass am Ende die Kinder nicht am Bahnhof sind, sondern möglichst wieder dahin kommen, wo sie in besserer Gesellschaft sind, besser aufgehoben sind, und am Besten natürlich im Elternhaus.

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1994 greift die Bahn den Streetworkern der Off-Road-Kids mit übertragbaren Netzkarten unter die Arme.

Diese geben ihnen die nötige Mobilität, um die Kinder aufzusuchen und mit ihnen zurück zu ihren Eltern, zum Jugendamt an ihrem Heimatort oder auch ins vereinseigene Kinderheim in Bad Dürrheim zu fahren.

O-Ton (ors08902) Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG (ca. 40 ")

Es geht darum, dass die Off Road Stiftung in Verantwortung die Geschäftsführung das Geld richtig anlegt, also in Fonds mit möglichst guten Zinserträgen, denn durch die Zinserträge können sie ihre aktive Arbeit finanzieren. Das ist ja eigentlich, was die Stiftung bewirkt. Die Bahn ist natürlich ein großer Finanzdienstleister für sich selber. Wir haben ja sehr viele Projekte. Hier haben wir natürlich neben einigen anderen auch der Stiftung angeboten, sie zu beraten, wie man es machen kann und wie man das Geld am Besten platzieren kann. Wir tun es selber auch, dann tun wir es gleich für sie mit, wenn sie es wollen. Das ist aber eine Sache der Stiftung, das müssen die Damen und Herren selber entscheiden.

Für Off-Road-Kids ist die langjährige Unterstützung durch die Bahn von elementarer Bedeutung. Mit dem Zinserlös der Schenkung kann der Verein ab 2004 eine weitere Straßensozialarbeiterstelle in Berlin bezahlen.

Ein Hilfeangebot mit Perspektive, das Straßenkinder nicht länger von einer Stadt zur nächsten treibt. Vorsitzender des Vereins ist der ehemalig Journalist Markus Seidel.

O-Ton (ors08903) Markus Seidel, Vorsitzender des Vereins "Off-Road-Kids"

Wir wissen, dass Berlin die Hauptstadt der Straßenkinder ist, während es früher so war, dass Straßenkinder sich vor allem in allen Großstädten aufgehalten haben, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Hannover natürlich auch Berlin, Köln selbstverständlich. So ist es doch heute so, dass die meisten Kinder und Jugendlichen sich mittlerweile nach wenigen Wochen bereits nach Berlin bewegen, es liegt am guten Ruf Berlins.

Das Geld aus der Euroumstellung ist ein wichtiger Baustein. Trotzdem streben die Bahn und die "Off-Road-Kids" Kinderfonds-Stiftung an, weitere Partner zu finden, die das Stiftungskapital erhöhen, um die Stiftung dauerhaft zu sichern.

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ors Originaltext: Deutsche Bahn AG

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