Goldenes Verdienstzeichen für Georges Dimou und Johnny Parth

Wien (OTS) - Georges Dimou, Pionier der griechischen Kultur im deutschsprachigen Raum, und Johnny Parth, Wegbereiter des Jazz in Wien, erhielten im Wiener Rathaus das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien". Die Verleihung der Auszeichnungen nahm Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny vor, die Laudationes hielten Jenny Pippal und Axel Melhardt vom Jazzland. Umrahmt war die Feierstunde, an der zahlreiche Prominenz aus Kultur und Politik teilnahmen, natürlich von Musik - Erik Trauner, Gitarrenvirtuose und einer der weltweit besten Bluesspezialisten, spielte auf seiner Gitarre den spirituellen Song "Amazing Grace".*****

Er freue sich, zwei Persönlichkeiten des Musiklebens Wiens auszeichnen zu dürfen, die den Sirtaki und den Blues an die Donau gebracht haben, so Andreas Mailath-Pokorny bei der Verleihung der Auszeichnungen. "Georges Dimou ist ein Stück Griechenland in Wien. Er gilt als Pionier, der die griechische Kultur im deutschsprachigen Raum vorgestellt hat. Johnny Parth gilt als Wegbereiter des Jazz und Blues in Wien. Als Manager und später als Produzent hat er den Jazz in unserer Stadt populär gemacht. Besonderer Dank gebührt ihm für sein Lebenswerk, der Gründung des Labels "Document Records" und der Aufarbeitung von 50 Jahren Blues and Gospels. Damit habe Johnny Parth Musikgeschichte geschrieben und den internationalen Durchbruch geschafft." Die heutige Auszeichnung sei ein "Dankeschön" der Stadt und des Landes Wien. Mit der Auszeichnung sei aber auch eine Bitte verbunden, die Bitte an die Ehrengäste, "weiterzumachen, weiter im Musikleben Wiens, und nicht nur hier, präsent zu sein, so wie sie es auch bisher waren."

In seinen bewegenden Dankesworten gab Georges Dimou seiner Liebe zu Österreich Ausdruck. Es sei ein wunderschönes Land und er sei Gott dankbar, dass ihn sein Lebensweg nach Österreich geführt hat.

Johnny Parth dankte all seinen Freunden und Mitarbeitern, die ihn bei dem Projekt "Document Records" unterstützt haben. In seinen Dankesworten stellte er ein neues Projekt in Aussicht, "denn das Nichts-Tun halte ich nicht aus."

Zahlreiche Freunde und Weggefährten waren gekommen, um den Ausgezeichneten zu gratulieren, darunter BM a. D. Karl Blecha, Christos Alexandris, Botschafter der hellenischen Republik, Erzbischof Michael Staikos, Toni Stricker, Günter Mokesch, Larry Cohn von "Sony", extra aus Los Angeles angereist, Lotte Ledl, Waltraud Haas und Erwin Strahl, Brigitte Neumeister, Klaus Wildbolz und Prof. Franz Antel gratulierten den Ehrengästen.

Lebenslauf Georges Dimou

Georges Dimou wurde 1931 in Thessaloniki, Griechenland, geboren. Nach der Matura begann er ein Schauspielstudium und arbeitete parallel dazu als Sänger mit internationalem Repertoire. 1958 wurde Georges Dimou nach Wien engagiert, wo er eine Karriere als Unterhaltungssänger mit Liedern in deutscher, italienischer, französischer und spanischer Sprache startete. Im Laufe der Zeit konzentrierte sich Georges Dimou immer mehr auf griechische Musik, um der "glücklicherweise zunehmenden Zahl an Griechenlandfans auch in ihrer Heimat südliche Klänge bieten zu können" (Georges Dimou). Es entstanden zahlreiche CD's ausschließlich in griechischer Sprache und auch seine Fernsehproduktionen hatten südländische Schwerpunkte, wie beispielweise "Sirtaki an der Donau" oder "Georges Dimou und seine Freunde". Sein Ziel war es immer, die beiden Länder Österreich und Griechenland einander näher zu bringen. Dieses Ziel hat er nicht nur mit seiner Musik erreicht. Auch in seinem gemütlichen Restaurant in Mariahilf verwöhnt er seine Gäste mit griechischer Lebensart.

Lebenslauf Johnny Parth

Johnny Parth gilt als einer der Wegbereiter und Mentoren des Jazz und Blues in Wien. Der Musikmanager und Musikproduzent wurde 1930 in Wien geboren. Er absolvierte die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und war in der Folge in der Werbebranche und als freischaffender Künstler (Portraitmalerei) tätig. Seine Liebe jedoch galt der Musik, und hier vor allem dem Jazz. Johnny Parth managte einen der ersten Jazzclubs in Wien, den in der Nähe des Heumarkts angesiedelten "Hot Club de Vienne" (heutiger Gmoakeller). Die kundige Auswahl von Bands und Schallplatten sowie Vorträge zum Thema Jazz machten den "Hot Club de Vienna" für lange Zeit zur ersten Adresse für Jazzliebhaber. Darüber hinaus gründete er Plattenfirmen, darunter die Plattenfirma "Roots", die sich auf historische Raritäten des Blues spezialisierte. Untrennbar verbunden ist sein Name auch mit den heute noch stattfindenden "Riverboat Shuffle" auf der Donau. 1990 schrieb er mit einem gigantischen Projekt Musikgeschichte und schaffte damit den internationalen Durchbruch: Er gründete das Label "Document Records" und widmete sich der Dokumentation und Aufarbeitung von 50 Jahren Blues und Gospels.

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