Gunzer: Gabor-Krise Vorgeschmack auf EU-Osterweiterung

Absurd, LH. Dr. Haider verantwortlich zu machen

Klagenfurt.- 15-01-03.- "Die für Kärnten und die 300 Leute, die ihre Arbeit verlieren, äußerst bedauerliche Absatzkrise der Spittaler Schuhfabrik Gabor liefert einen bitteren Vorgeschmack darauf, was unseren Betrieben mit der EU-Osterweiterung droht", warnte der Vizepräsident der Kärntner Wirtschaftskammer Albert Gunzer. Er empfindet es als absurd, wenn SPÖ und ÖVP Landeshauptmann Dr. Jörg Haider für die Gabor-Probleme verantwortlich machen. "Vielmehr sollten sich SPÖ und ÖVP überlegen, ob sie mit ihrer EU-Osterweiterungs-Euphorie nicht falsch lagen. Denn die 300 Arbeitsplätze, die in Spittal verloren gehen, werden möglicherweise ins slowakische Gabor-Werk verlagert, wo die Arbeitskosten geringer sind."

Gunzer fordert anhand der Gabor-Entwicklung eine exakte Analyse, was noch passieren kann. Er erinnerte daran, dass Bundeswirtschafts-kammerpräsident Christoph Leitl im Sommer von 400.000 durch die EU-Osterweiterung gefährdete Industriearbeitsplätze in Österreich gesprochen hatte. "Sind die 300 bei Gabor die ersten", fragt er. ÖVP und SPÖ sollten sich Lösungen überlegen, statt die Existenzsorgen von 300 Gabor-Mitarbeitern für parteipolitisches Kleingeld zu mißbrauchen.

"Wir brauchen dringend eine Steuerreform, damit die heimischen Betriebe Eigenkapital bilden können", erklärte Gunzer. Nur durch eine solche Stärkung der betrieblichen Substanz könnten auch Arbeitsplätze erhalten werden.

Er betonte auch, dass Kärnten unter LH. Dr. Jörg Haider genau das tue, was ein kleines Bundesland unternehmen könne, um den bedrängten Arbeitsmarkt in der weltweiten Wirtschaftsflaute zu stützen:
Investitionsförderungen für Klein- und Mittelbetriebe; Bauaufträge vorziehen und so aufteilen, dass auch Kleine zum Zug kommen können;
und überall dort, wo es möglich ist, an einem Neustart von notleidenden Unternehmen mitzuwirken wie beim Klagenfurter Werk "AIK". Aus diesem Grund seien auch die Arbeitsmarktdaten von Kärnten relativ besser als jene anderer Regionen, meint Gunzer. Er forderte abschließend SPÖ und ÖVP auf, durch konstruktive Ideen an Lösungen in Kärnten mitzuwirken, statt sinnlose parteipolitische Polemik zu betreiben.

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