Haubner/Bleckmann: Pensionen: Forderungskatalog der FPÖ-Frauen

"Die Ausweitung des Anspruches für pensionsbegründende Kindererziehungszeiten und die Anrechnung von Pflegezeiten ist ein Muß!"

Wien, 2003-01-15 (fpd) - "Für eine Harmonisierung der Pensionssysteme ist es in Zukunft unabdingbar, daß Frauen pensionsrechtlich besser abgesichert werden und somit leichter einen Anspruch auf eine eigene Pension erwerben können. Viele Frauen haben bedingt durch die Kindererziehungszeiten pensionsrechtliche Nachteile, daher soll der Anspruch für pensionsbegründende Kindererziehungszeiten ausgeweitet werden, und die Bemessungsgrundlage dafür erhöht werden", forderten heute die Bundessprecherin der initiative Freiheitliche Frauen (iFF) LR Ursula Haubner und die Landessprecherin der iFF Steiermark Abg. Magda Bleckmann.****

"Um die Benachteiligung bei der Pension für Frauen aufgrund der Familienarbeit zu beseitigen, ist die Ausweitung der Kindererziehungszeiten und die Anrechnung der Pflegezeiten ein "Muß", forderten Haubner und Bleckmann.

Besonders wichtig sei es Anreize für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen, damit diese länger in Beschäftigung gehalten werden, wie beispielsweise durch den Entfall der Dienstgeberbeiträge. "Durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik müssen mehr Frauen im Erwerbsleben gehalten werden, wie etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle (Altersteilzeit oder Gleitpension)", so die beiden FPÖ-Politikerinnen.

In der Diskussion um die Abschaffung der vorzeitigen Alterspension sei es besonders wichtig, auf die Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter, die beispielsweise am Fließband arbeiten, Rücksicht zu nehmen. Vor allem für die Menschen, die eben unter erheblichen Belastungen - darunter auch viele Frauen - arbeiten, müsse es Anrechnungszeiten geben, verlangten Haubner und Bleckmann.

Einsparungsmöglichkeiten seien durch die Zusammenlegung der Pensionsversicherungsanstalten, oder durch die Gleichstellung der Pensionssysteme der Beamten und ASVG-Versicherten möglich. "Besonders wichtig für die Frauen wird das Drei-Säulen-Modell, die Abfertigung Neu, das Pensionsvorsorgemodell sein und auch die Eingliederung des Pensionssplittings auf einer freiwilligen Basis also die Aufteilung erworbener Anwartschaften auf beide Ehepartner zu ermöglichen, so Bleckmann.

"Verantwortungsvolle, nachhaltige Politik heißt, diese laufend bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Wenn wir die Pensionen auch für kommende Generationen gesichert haben wollen, müssen wir bereit sein, einiges zu verändern, damit vieles so bleiben kann, wie es ist. Das darf aber niemals auf dem Rücken der Bezieherinnen und Bezieher von kleinen Einkommen passieren", so Haubner und Bleckmann abschließend.

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