Fischer-Deponie im Jahresrückblick

Im Jahr 2002 rund 250.800 Tonnen Abfälle geräumt

St.Pölten (NLK) - Das Jahr 2002 war für die Fischer-Deponie in Theresienfeld bei Wiener Neustadt, die die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt als Verwaltungsvollstreckungsbehörde mit der Firmengemeinschaft "ARGE Räumung Fischer-Deponie" bis Ende 2003 mit Kosten von rund 140 Millionen Euro räumt, sozusagen ein neuer Anfang. Die eigentlichen Arbeiten für die Räumung, den Transport und die Entsorgung begannen am 3. Juni 2002 und umfassten die Detailplanung, die Baustelleneinrichtung, die Beweissicherung sowie die Erkundung zur Bestimmung der Ablagerungsgrenzen und der Abfallqualitäten des ersten Räumungshorizonts. Bereits im August konnte die EDV und die Videoüberwachungsanlage in Betrieb genommen werden. Am Deponiekörper wurde begonnen, Bohrungen für die notwendige in-situ-Belüftung durchzuführen, die geruchsintensive und gesundheitsschädliche Deponiegase wirkungsvoll eliminiert.

Die eigentliche Räumung begann am 20. August am Ostrand der Deponie. Obwohl im Räumungsbereich wegen der Fassfunde teilweise Einschränkungen beim Abbau auftraten, entsprach der Leistungsfortschritt durchaus den Planvorgaben. Mit dem Abtransport wurde am 22. August begonnen.

Im August konnten bereits 8.593 Tonnen weggeführt werden. Im September traf man auf die ersten Fässer. Bereits in den ersten Wochen konnten 149 Fässer geborgen werden, wobei ein Großteil leer bzw. nur teilgefüllt war. Im Oktober zeigte sich, dass es sich zum Großteil (rund 84 Prozent) um hausmüllähnliche Abfälle handelt. Daneben sind mineralischer Aushub und Bauschutt, in geringen Mengen auch klärschlammähnliche Materialien entsorgt worden. Im November wurden wieder zum Großteil (rund 88 Prozent) hausmüllähnliche Abfälle geräumt. Aus diesen Abfallgemischen konnten durch den gezielten Einsatz von Gitterlöffeln mineralische Anteile ausgesiebt werden. Die Leistung beim Transport und Entsorgung lag mit einer Tagesleistung von durchschnittlich 3.431,67 Tonnen bereits über dem Plansoll. Durch die Optimierungen und logistischen Verbesserungen konnte der Mengenrückstand vollständig aufgeholt und das Plansoll um 1.846 Tonnen überschritten werden.

Im Jahr 2002 wurden rund 250.800 Tonnen Abfälle aus der Fischer-Deponie entsorgt. Davon waren rund 70 Prozent Hausmüll und rund 29 Prozent kontaminierter Bodenaushub und Bauschutt. Dazu wurden 635 Fässer und Fassfragmente geborgen. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, bei ständiger Optimierung der Baustellenlogistik im Jahr 2003 alle Abfälle aus der Fischer-Deponie zu entsorgen.

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