GIS: Neuer Rekord bei Rundfunkmeldungen

Schwarzseherquote österreichweit auf zehn Prozent reduziert

Wien (OTS) - Auf das bisher erfolgreichste Jahr seit Übernahme der ehemaligen Rundfunkämter durch den ORF kann die GIS Gebühren Info Service GmbH (GIS) zurückblicken. Mit Jahresende wurden 2.544.800 gebührenzahlende TV-Teilnehmer registriert. Damit wurde im Jahr 2002 ein neuer Höchststand von zusätzlichen 94.175 TV Haushalten realisiert.

Der ORF beteiligte sich Ende 1999 an dem ehemaligen Inkassounternehmen der Österreichischen Post AG und übernahm im Frühjahr 2000 die operative Führung. Seit Jänner 2001 ist die GIS eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des ORF, sie ist als beliehenes Unternehmen des Finanzministeriums auch für die Befreiung von der Zahlung der Rundfunkgebühren sowie für den Fernsprechentgeltzuschuss bei Telekom, Mobilkom, T-Mobile und One zuständig.

Der Kaufmännische Direktor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, zeigt sich sehr zufrieden über die Entwicklung der GIS: "Es ist uns gelungen, die GIS zu einem modernen Serviceunternehmen auszubauen. Seit Anfang 2000 konnte die GIS durch kontinuierliche hervorragende Arbeit die Anzahl der zahlenden Rundfunkteilnehmer um zehn Prozent steigern."

Basis der Rationalisierungsmaßnahmen waren der Aufbau einer vollautomatischen Scanning- und Formular-Lesestraße, in der mittlerweile 80 Prozent der jährlich rund zwei Millionen zu verarbeitenden Formulare automatisiert erfasst werden. Ein kontinuierlicher Marketingauftritt, die erforderlichen Customer Care Facilities und ein effizienter Außendienst mit rund 160 Freelancern wurden in dieser Zeit realisiert.

Die Umstellung auf ein zukunftsorientiertes EDV-System auf Client-Server-Basis ist in Vorbereitung. Optimierte Arbeitsprozesse tragen schrittweise dazu bei, die zeitweisen telefonischen Spitzenbelastungen durch Rechnungs- und Mahnungsversand weiter zu minimieren. Das neue System wird im Sommer 2003 den Vollbetrieb aufnehmen und ab diesem Zeitpunkt tagesaktuell die mehr als 3.000.000 Kunden - inklusive der rund 150.000 reinen Radio-Haushalte sowie 330.000 gebührenbefreiten Haushalte - verwalten.

GIS-Geschäftsführer Ing. Jürgen Menedetter betont, dass die Neuorientierung der GIS und deren Erfolg als kundenorientiertes Unternehmen primär auf Information aufbaut. "Unsere Hauptzielgruppe -junge Haushalte - hat zwischenzeitlich erkannt, dass die Konsumation von Radio und Fernsehen unabhängig von der Empfangsart via Kabel oder Satellit auf gesetzlicher Basis mit einer Gebühr von rund 80 Cent pro Tag verbunden ist. Zwei Drittel dieser Gebühr erhält der ORF zur Produktion von zwei TV- und zwölf Hörfunkprogrammen."

Die positive Teilnehmerentwicklung um knapp 200.000 Kunden in drei Jahren bedeutet eine Reduktion des österreichweiten Schwarzseheranteils von 16 Prozent auf zehn Prozent oder 335.000 nicht gemeldete, bewohnte Haushalte per Jahresende 2002. Damit liegt Österreich derzeit noch über dem europaweiten Durchschnitt von acht Prozent.

Die GIS verzeichnete im Jahr 2002 ein Transaktionsvolumen von 560 Millionen Euro und realisierte damit für die Anspruchsberechtigten (66 Prozent ORF, 34 Prozent Bund und Länder) einen Mehrertrag von rund 20 Millionen Euro. Bei einem Umsatz von 18 Millionen Euro im Jahr 2002 beschäftigt die GIS 171 Mitarbeiter sowie 160 Außendienstmitarbeiter auf Freelancer-Basis und ist mit Service Center in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz und Innsbruck vertreten.

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