Spektakuläre Projekte zum Jahr des Wassers

Bundesforste engagieren sich mit einer Fülle von Aktivitäten

Wien (OTS) - Anlässlich des von der UNO ausgerufenen "Jahr des Wassers" wird es in Österreich eine Vielzahl von Naturprojekten geben. Eines der spektakulärsten Ereignisse wird von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) verwirklicht: die Rückführung des Toplitzbaches in sein natürliches Flussbett.

Für die Österreichischen Bundesforste ist das von der UNO ausgerufene "Jahr des Wassers" ein besonderer Auftrag, denn mit 82 Seen, 20.000 Kilometer Fließgewässer, Mooren und Gletschern bewirtschaften die Bundesforste einen großen Anteil der österreichischen Wasservorkommen. Immerhin 12% der gesamten in Österreich benötigten Trinkwassermenge stammen aus Quellen des größten Österreichischen Natur-Unternehmens. Dieser Verantwortung tragen die Bundesforste durch umfassende Naturschutzmaßnahmen und ökologisch verträgliche, nachhaltige Bewirtschaftung Rechnung und sorgen so für intakte Naturlandschaften und sauberes Trinkwasser. Für das Jahr des Wassers, das vor allem den Wert des Wassers als Lebenselixier veranschaulichen soll, haben sich die Bundesforste daher einen bedeutenden Beitrag vorgenommen.

Zurück zur Natur: 200 km Seeufer

So soll in diesem Jahr an den Seen der Bundesforste bereits der 200. Kilometer Naturufer eröffnet werden. Damit wird es an Bundesforste-Seen 200 Kilometer unverbautes und oft - falls nicht ökologisch bedenklich - frei zugängliches Seeufer geben. Darunter befinden sich praktisch alle Formen von schutzwürdigen Seeuferteilen wie Schilf- und Flachwasserzonen, standorttypischer Baumbewuchs oder Feuchtwiesen. Naturufer tragen bei zur ökologischen Wasserreinigung und bilden einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche, teilweise bedrohte Tierarten. Um den hohen Anforderungen des nachhaltigen Seenmanagements gerecht zu werden, erarbeiten die Bundesforste für jeden ihrer Seen individuelle Konzepte, in denen vor allem auf den Schutz sensibler Gebiete Rücksicht genommen wird. Sie werden von den Bundesforsten erhalten, betreut und durch Ankäufe gezielt ausgebaut. Durch diese "Zurück zur Natur"-Strategie konnte der Anteil an Naturufern - natürlich auch im Zusammenhang mit dem Erwerb elf weiterer Seen - deutlich erhöht werden. "Wir werden diese wertvollen Naturgebiete auch in Zukunft schützen und erhalten" so Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher. Dass gerade im Jahr des Wassers der 200. Kilometer Naturufer gefeiert werden könne, sei für die Bundesforste natürlich doppelt erfreulich.

Renaturierung des Toplitzbaches

Der Vorrang der Ökologie zeigt sich auch an einem anderen spektakulären Projekt der Bundesforste, der geplanten Rückführung des Toplitzbaches in sein ursprüngliches, natürliches Bett. Der im Natura-2000-Gebiet des Toten Gebirges gelegene Bach wurde in der Nachkriegszeit stark verändert und in ein reguliertes Becken umgeleitet. Das Gewässer wurde begradigt und die Ufer mit Steinwürfen gesichert. In Folge wurde das Gewässerbett von allen größeren Steinen gesäubert und mit Holzbauten befestigt. Nach einiger Zeit wurden die errichteten Anlagen aber dem Verfall preisgegeben. Nun wollen die Bundesforste die Toplitz renaturieren und sie über eine Strecke von 1,5 Kilometer wieder in ihr ursprüngliches Bett zurückführen, indem die Altarme und der alte Bachlauf Richtung Gößler Wand wieder geöffnet werden. So erhält der Toplitzbach wieder seine natürliche Gewässerstruktur und kann mittelfristig wieder seinen ursprünglichen, naturbelassenen Zustand erreichen.

ORF-Universum Koproduktion

Als Publikums-Highlight im "Jahr des Wassers" produzieren die Österreichischen Bundesforste gemeinsam mit dem ORF eine Universum-Sendung mit dem Schwerpunkt Wasser. Gezeigt werden Österreichs Wasserschönheiten in ihrer beeindruckenden Vielfalt. Von klaren Gebirgsbächen über kaum bekannte Seen bis hin zu den Dachstein-Eishöhlen werden dabei neben bekannten Naturdenkmälern auch bisher unentdeckte, einzigartige Naturschönheiten präsentiert. (schluss)

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Mag. Bernhard Schragl, Pressesprecher
Österreichische Bundesforste AG
Tel.: (++43-2231) 600-215
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