Der österreichische Möbelhandel - die drittwichtigste Einzelhandelsbranche

Möbelhandel derzeit auf der internationalen Möbelmesse 2003 in Köln vertreten - Beitrag der Branche zur Gesamtwirtschaft steigt seit 1995

Wien (PWK018) - Im Zuge der derzeit in Köln stattfindenden Internationalen Möbelmesse 2003 präsentiert Erwin Pellet, Obmann des Bundesgremiums Möbelhandel der Wirtschaftskammer Österreich, den österreichischen Möbelhandel:
Im Jahr 2001 waren in rund 1.820 Unternehmen im Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat durchschnittlich je 12,8 unselbstständig Beschäftigte tätig. Die Betriebe erwirtschafteten im Jahr 2001 einen Umsatz von 3.079 Millionen Euro.

Der Beitrag der Branche zur Gesamtwirtschaft steigt seit 1995. Der Anteil an der Bruttowertschöpfung in der gesamten marktorientierten Wirtschaft betrug 2000
0,69 %. Mit einem Anteil von 11,13 % an der Bruttowertschöpfung im Einzelhandel stellt der Möbelhandel aus gesamtwirtschaftlicher Sicht die drittwichtigste Einzelhandelsbranche dar.

Der Einzelhandel mit Wohnmöbeln verfügte im Jahr 2001 über 2.746 Outlets. Die Tendenz zu immer größeren Outlets ist Ausdruck des verstärkten Wettbewerbs, der Markt wird von den "Big Playern" dominiert. Die Top 3 der Branche halten einen Marktanteil von rund 75 %. Diese verfügen neben einem sehr breiten Sortiment über weitreichende Zusatzangebote (z. B. Restaurant). Neben den Großflächen werden primär spezialisierte Kleinbetriebe oder in Kooperationen angeschlossene mittelständische Unternehmen erfolgreich sein können.

Der von den Unternehmen des Möbeleinzelhandels im Jahr 2001 erwirtschaftete Umsatz betrug 3.079 Millionen Euro. Das bedeutet eine Umsatzstagnation gegenüber 2000. In den Monaten Jänner bis November 2002 musste Österreichs Möbelhandel einen nominellen Umsatzrückgang um 0,8 % hinnehmen. Damit lag die Branche unter dem Ergebnis des Einzelhandels insgesamt (- 0,7 %). Unter Berücksichtigung des Preiseffektes ergibt dies ein reales Umsatzminus von 2,9 %.

Österreichs Möbelmarkt ist hart umkämpft: Die Zeit der großen Expansion ist vorbei - zumindest im Inland. Im Jahr 2001 verfügte der Einzelhandel mit Wohnmöbeln über 2.746 Outlets mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 2,5 Millionen Quadratmeter - mehr Verkaufsfläche je Einwohner gibt es in ganz Europa nicht.

Österreichs Möbelmarkt ist dominiert von "Big Playern": Die Top 3 der Branche halten einen Marktanteil von 75 %. Diese verfügen neben einem sehr breiten Sortiment über weitreichende Zusatzangebote (z. B. Restaurants).

Es gibt immer mehr Verkaufsfläche: Bedingt durch die Flächenexpansion ist der Quadratmeter-Umsatz von 2000 auf 2001 um 5 % auf 1.215,- Euro gesunken. Damit wird vor allem der Handlungsspielraum des Mittelstandes immer enger.
Erwin Pellet beurteilt die Lage so: "Die Kluft zwischen Kleinen und Großen vergrößert sich."

Hoffnungsbereiche für den heimischen Möbelmarkt sind qualitätsbewusste Zweit- und Dritteinrichter mit einem damit verbundenen gehobenen Preis-/Leistungsverhältnis - v. a. für kleinere Unternehmen mit spezialisiertem Sortiment, der allgemeine Wellnesstrend zu komfortablen Möbeln, ein leichtes Bevölkerungswachstum, die steigende Zahl der Haushalte sowie die Erweiterung des Einrichtungsrhythmus durch die steigende Lebenserwartung

Für den Möbelhandel gilt es, dem "vergänglichen" Vergnügen z.B. eines Restaurantbesuches oder einer Reise die dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität durch neue Einrichtungsgegenstände entgegenzuhalten. Außerdem plädieren die Experten der WKÖ für ein "Miteinander mit vereinten Kräften", z.B. von Vorlieferanten und dem Möbelhandel. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesgremium des Einrichtungsfachhandels
Mag. Kurt Lang
Tel.: (++43-1) 50105-3343

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