2002 weniger Fahrzeug-Neuzulassungen in Österreich

Anteil der Diesel-Pkw/Kombi an Neuzulassungen leicht gestiegen - Leistungsstärkere Pkw am beliebtesten

Wien (PWK017) - Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten
heute Heinz Havelka, Felix Clary und Josef Schirak, die Obmänner des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich, die Branchenzahlen für 2002:
Insgesamt 353.582 neu zum Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge (Pkw, Lkw, Motorräder, etc.) bedeuten laut Peter Laimer von der Statistik Austria einen Rückgang von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Hauptverantwortlich für dieses Minus war die sinkende Anzahl neu zugelassener PKW/Kombi: Die Zahl der Pkw- und Kombi-Neuzulassungen betrug im abgelaufenen Jahr 279.493. Im Vergleich zu 2001 mit 293.528 Neuzulassungen bedeutet das einen Rückgang von 14.035 Stück oder 4,8 %.
Die meisten in Österreich 2002 neu zugelassenen Kraftfahrzeuge sind Pkw/Kombi - nämlich 79 % und damit mehr als drei Viertel.

Der Trend zum Diesel bei Pkw hat sich auch 2002 ungebrochen fortgesetzt, bereits 69,6% aller neu zugelassenen Pkw/Kombi sind dieselbetrieben. Damit wuchs der Anteil dieselbetriebener Pkw/Kombi gegenüber 2001 um 4,0 Prozentpunkte.
Zu den Gewinnern zählen 2002 Off Road-Fahrzeuge, Roadster und Cabrios.
Der Motorradmarkt verzeichnete bei den Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 13,5 %. 2002 wurden 17.251 Motorräder zugelassen.
Der Rückgang im Nutzfahrzeugmarkt im Jahr 2002 auf 25.650 Stück beträgt 8,1 %.

Betrachtet man die Zulassungen nach Fahrzeugleistung, fällt laut Havelka, Obmann des Bundesgremium des Fahrzeughandels, auf, dass trotz generell sinkender Zulassungszahlen die leistungsstärkeren Fahrzeuge (über 89 KW) leichte Zuwachsraten verzeichnen konnten. 22,3 % der Neuzulassungen fallen in die Klasse über 89 KW.

Im Bezug auf die Marktanteile der einzelnen Marken ist gegenüber 2001 festzustellen, dass die Top 10-Marken zwar insgesamt an Marktanteil von 73,7 % auf 72,1 % eingebüßt haben, führte Felix Clary, stellvertretender Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel und Sprecher der Automobilimporteure, aus. Innerhalb der Pkw-Beliebtheits-Hitparade hat es auf den ersten 4 Plätzen aber keine Verschiebungen gegeben: Volkswagen führt klar vor Opel, Ford und Renault. Dahinter konnte sich Peugeot auf den 5. Platz verbessern, gefolgt von Audi, Skoda, Toyota und Mercedes. BMW konnte sich um einen Platz verbessern und hat den Sprung unter die 10 in Österreich meist zugelassenen Fahrzeuge geschafft.

Die Hitliste der meisten Neuzulassungen bei Pkw/Kombi führt 2002 das Bundesland Salzburg an: Dort gab es pro 1.000 Einwohner 45,2 neu zugelassene Pkw/Kombi. Dahinter liegen Wien (36,4) sowie Oberösterreich und Tirol (je 34,4).

Obmannstellvertreter Josef Schirak bezeichnete das Jahr 2003 als "Schlüsseljahr für den heimischen Fahrzeughandel mit seinem "Verdrängungs-, ja oft sogar Vernichtungswettbewerb". Bundesgremialobmann Havelka beleuchtete in seiner Branchenanalyse, dass es sich beim heimischen Automobilmarkt um einen gesättigten Markt handle. Aufgrund der unbefriedigenden Ertragslage der Branche -laufende Kürzungen der Händlerspannen, hohe Neuinvestitionen -müssten Kunden, abgesehen von Sonderaktionen der Hersteller, mit niedrigeren Rabatten als bisher rechnen.
Insgesamt sei man aber für 2003, und da vor allem für das zweite Halbjahr, vorsichtig optimistisch. ( JR )

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