GLOBAL 2000: Klimaschutz ade, sondieren tut weh!

Umwelt kein Thema in Sondierungsgesprächen trotz drastischem Anstieg der Kohlendioxid-Emissionen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 übt heftige Kritik am derzeitigen Kurs der Sondierungsgespräche auf dem Weg zu einer neuen Regierung. "Wenn schon in den Sondierungsgesprächen Umweltthemen völlig ausgeklammert werden, lässt das für eine zukünftige Regierung einiges fürchten. Ein umweltfeindlicher Kurs für die kommende Legislaturperiode scheint damit vorprogrammiert.", kritisiert Karl Schellmann, Klimaschutzexperte von GLOBAL 2000. "Die Verhandler versäumen im parteipolitischen Hick-Hack Österreichs Klimaschutz- Ziele. Doch gerade jetzt müssen die Weichen gestellt werden, denn die Schere zwischen Reduktionszielen und tatsächlichen Emissionen klafft immer weiter auseinander und die Zeit wird immer knapper."

In Österreich sind die Kohlendioxid-Emissionen in nur fünf Jahren um 3,7 Prozent angestiegen. Um die im Kyoto-Protokoll festgelegten Klimaschutzziele erreichen zu können, hätte Österreich seine Emissionen seit 1997 um acht Prozent reduzieren müssen. Wenn Österreich bereits seit 1990 konsequent seinen Kohlendioxidausstoß verringert hätte, dann wäre eine jährliche Reduktion in kleinen, bewältigbaren 0,65-Prozent-Schritten möglich gewesen. Inzwischen müssen jedoch mindestens 2,7 Prozent Kohlendioxid jährlich einspart werden, um das Kyoto-Ziel noch zu erreichen. "Die geplanten 90 Millionen Euro jährlich reichen nicht mehr aus um schnell genug umzusteuern. Wir fordern die verhandelnden Parteien auf, mindesten 150 Millionen Euro jährlich für Klimaschutzmaßnahmen vorzusehen", fordert Schellmann abschließend.

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